Timo Kaupert (Geschäftsführer VRB und Geschäftsführer der Wolfsburger Verkehrs-GmbH), Katja Keil (Geschäftsstellenleitung VRB) und Hennig Brandes (Geschäftsführer VRB und Verbandsdirektor des Regionalverbandes Großraum Braunschweig). Foto: VRB

Nur vier Preisstufen und ein einheitliches Tarifsystem – seit 20 Jahren profitieren die Fahrgäste im ÖPNV des Großraums Braunschweig vom Zusammenschluss der ansässigen Verkehrsunternehmen zu einem Verbund. 20 Jahre Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) bedeuten Kommunen- und Landkreis-übergreifende Tickets, egal ob im Abo oder als Einzelfahrschein. Vor zwei Jahren ist aus dem reinen Tarifverbund ein gemeinsam agierender Verkehrsverbund geworden mit dem Ziel, einheitliche Qualitätsstandards und aufeinander abgestimmte Fahrpläne umzusetzen. Für die nächsten Jahre stehen Optimierungen der bestehenden Systeme und neue, verbundweite Produkte auf der Agenda. Das übergeordnete Ziel formuliert Geschäftsführer Hennig Brandes so: “Wir wollen immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner der Region von der Attraktivität des ÖPNV überzeugen und als Kunden gewinnen.” Konkrete Arbeitsaufträge sieht Geschäftsführer Timo Kaupert: “Der Verbundtarif wird fortlaufend überprüft und Unstimmigkeiten im Tarifsystem werden korrigiert. Wir optimieren so die bestehenden Produkte und gestalten attraktive Tarifangebote für unsere Kunden.” Aktuell stehe beispielsweise das Job-Ticket auf dem Prüfstand, um es auch Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern zugänglich zu machen. Auch werde eine verbundweite Jugendnetzkarte geprüft. Die größte Herausforderung sei dabei die Finanzierbarkeit. Wichtige Zukunftsthemen des VRB sind zum einen der digitale, bargeldlose Vertrieb und zum anderen die dynamische Fahrgastinformation in Echtzeit. Bis 2022 soll das Projekt flächendeckend realisiert werden.

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