Rüdiger Kappel (Flottenvertriebsleiter Daimler Buses Deutschland) über den symbolischen Schlüssel an Andreas Hemmersbach (Finanz- und Technikvorstand der DVB). Foto: Daimler

Der Finanz- und Technikvorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) Andreas Hemmersbach sowie DVB-Kraftfahrzeugchef Robert Roch nahmen jetzt den 250. Mercedes-Benz-Omnibus, der seit 1990 an das Verkehrsunternehmen der sächsischen Landeshauptstadt geliefert wurde, entgegen.

„In diesen neuen Bussen sehen wir die perfekte Ergänzung zu unserer klimafreundlichen Stadtbahnflotte. Zusammen bilden sie die Zukunft des Dresdner Nahverkehrs – elektrisch, leise und modern“, sagt Andreas Hemmersbach mit Blick auf einen der 20 neuen eCitaro. „Heute ist rund ein Drittel unserer täglich über 500.000 Fahrgäste in Bussen unterwegs und nutzt dafür mindestens eine der 29 Linien.“ 

Rüdiger Kappel, Flottenvertriebsleiter Daimler Buses Deutschland, übergab das Jubiläumsfahrzeug Anfang Mai im Mannheimer Kundencenter an seine Dresdner Kunden. „Wir liefern nun schon seit über 30 Jahren Busse an die DVB und sind stolz darauf, dass man der Qualität unserer Produkte vertraut. Mit den emissionsfreien E-Bussen wollen wir mithelfen, die Dresdner Innenstadt attraktiver und lebenswerter zu machen“, freut sich Vertriebsleiter Kappel und bezieht sich mit dem Jubiläumsfahrzeug auf den aktuellen DVB-Hashtag „#wirbewegendresden“ – jetzt zum 250. Mal.     

Vor genau 32 Jahren war es der Stadtbusklassiker O 405 N, der die Omnibuslinien in der Elbestadt maßgeblich modernisierte. Die erstmals niederflurigen Fahrzeuge, die der Verkehrsbetrieb seinerzeit einsetzte, punkteten bei den Fahrgästen vor allem mit ihrem barrierefreien Konzept und dem geräumigen, hellen Innenraum.

Heute, 250 Fahrzeuge später, hat der Nachfolger im Grunde nur noch die gleiche gelbe Außenfarbe wie sein 32 Jahre alter Vorgänger. Vor allem die Technik entwickelte sich in den Jahren rasant weiter. So werden die neuen Busse nicht mehr von Dieselmotoren angetrieben, sondern von emissionsfreien Elektromotoren.

Als Energiespeicher dienen leistungsfähige Nickel-Mangan-Kobalt-(NMC-)Batterien. Der eCitaro stoppt nicht mehr an herkömmlichen Tanksäulen. Er bezieht die benötigte Elektroenergie über einen ausklappbaren Pantografen – nachts an Ladestationen im Betriebshof und tagsüber an definierten Endpunkten im Liniennetz.

Die im Bus verbaute Steuerung SmartCharge optimiert die Ladeintensität. Das schont die Batterie und verlängert ihre Lebensdauer. So lassen sich Kosten sparen, wenn die Batterie erst viele Kilometer später ausgetauscht werden muss. Heizung und Klimaanlage in den DVB eCitaro laufen über eine CO2-Wärmepumpe, die in den Wasserkreislauf der Aggregate eingebunden ist.

Im Gegensatz zu elektrisch betrieben Heizungen mit Gebläse sinkt der Energieverbrauch bei Einsatz der Wärmepumpe, was die Reichweite der Busse vor allem im Winter erhöht. Die integrierte Klimaanlage besitzt antivirale Filter. Damit sinkt nicht nur in Pandemiezeiten die Ansteckungsgefahr im Bus.

Was 1990 noch futuristisch angemutet hätte, ist heute Standard: Fahrgäste werden nicht mehr durch Pappschilder über Streckenverlauf und Haltestellenabfolge informiert, sondern durch ein modernes Infotainment-System. Auf zwei kontrastreichen Monitoren lassen sich auch Echtzeitinformation zu möglichen Anschlüssen, Tagesnachrichten oder Veranstaltungshinweise ablesen. Wer sich individueller informieren möchte, kann im Bus auf ein freies WLAN-Netz zugreifen.

Für die Sicherheit der Fahrer gibt es eine Fahrerschutzscheibe, die einen Übergriff verhindern oder erschweren kann. Klimatisierte Sitze lassen den Rücken selbst bei langen Diensten nicht ermüden. Beim Rückwärtsfahren können sich die Fahrer jetzt von einem Kamera-Monitor-System mit Weitwinkel assistieren lassen.

Für eine nachhaltige Mobilität wollen die DVB, neben den umweltfreundlichen Stadtbahnen, langfristig auch so viele elektrisch angetriebene Busse wie möglich in ihren rund 150 Wagen umfassenden Fuhrpark integrieren. Bis zum Sommer 2022 sollen alle 20 bestellten eCitaro, wovon 18 Fahrzeuge Gelenkomnibusse sind, im Linienverkehr durch Dresden fahren.

Diese Neuwagen ersetzen unter anderem acht Citaro Hybridbusse, die im Jahr 2011 beschafft wurden und bis heute sehr erfolgreich im Einsatz sind. Die Elektrobusse werden künftig auf den Linien 68 und 81 eingesetzt. Die „68“ gehört zu den nachfragestärksten Buslinien und führt durch das Stadtzentrum.

Hier wird der lokal CO2-neutrale Betrieb besonders zum Klimaschutz beitragen. Im Gegensatz dazu besitzt die periphere Linie 81 eine besonders anspruchsvolle Topographie und verbindet die Dresdner Neustadt mit den wichtigen Gewerbe- und Elektronikstandorten im Norden der Stadt. (DaimlkerBuses/PM/Sr)

Teilen auf: