So soll der eBus-Port der VAG in Nürnberg, den Siemens errichten wird, aussehen. Foto: Dürschinger Architekten

Siemens Smart Infrastructure hat von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) den Auftrag erhalten, den neu entstehenden „eBus-Port“ mit einem Mittelspannungsanschluss sowie Ladeinfrastruktur auszustatten. Mit 39 Stellplätzen ist dies eines der ersten großen Depots für elektrisch betriebene Busse in Deutschland. Es wird sich auf dem VAG Betriebsgelände im Stadtteil Schweinau befinden und soll ausschließlich mit Ökostrom versorgt werden. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, die Inbetriebnahme ist für 2021 geplant. Elektrische Busse spielen eine wichtige Rolle dabei, die Schadstoff- und Lärm-belastung in Städten zu reduzieren und damit die Lebensqualität zu erhöhen. Allein durch den Einsatz eines eBusses mit einer täglichen Laufleistung von ca. 200 km können, sogar im Vergleich zu modernsten Dieselbussen, jährlich etwa 60 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs gilt daher oft als wesentlicher Bestandteil des städtischen Klimaschutzes. „Das Depot wird das neue Zuhause unserer eBus-Flotte sein, die wir in den nächsten Jahren sukzessive aufstocken wollen“, sagte Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der VAG. „Wir freuen uns, gemeinsam mit Siemens unsere E-Mobilitätsstrategie im öffentlichen Nahverkehr weiter voranzutreiben. Mit der Erfahrung des Technologieunternehmens, sowohl auf der Netz- als auch der Ladetechnikseite, können wir das Depotladen so effizient wie möglich gestalten und eine hohe Verfügbarkeit unserer eBus-Flotte gewährleisten. Der E-Mobilität gehört auch im Busbereich die Zukunft. Mit Ökostrom geladen sind die Busse ein echtes Plus für Umwelt und Klima, die Bürgerinnen und Bürger und ein Beitrag zur Verkehrswende.“ Mit der Ladeinfrastruktur von Siemens können an den insgesamt 39 Stellplätzen des innovativen eBus Ports der VAG künftig zeitgleich bis zu 20 der Busse parallel geladen werden – entweder über Nacht oder während anderer betrieblicher Aufenthaltszeiten. Um das Depot an das öffentliche Stromnetz anzuschließen, installiert Siemens verschiedene elektrische Systeme, wie Mittelspannungsschalttechnik und Transformatoren. Über Niederspannungsschaltanlagen wird der Strom innerhalb des Depots weiter an die einzelnen Ladestationen verteilt. Das Ladesystem setzt sich aus 20 sogenannten Ladezentren vom Typ Sicharge UC 200 zusammen. Ein Zentrum kann bis zu 150 kW Leistung abgeben und damit zwei Stellplätze über Ladekabel und Stecker mit elektrischer Energie versorgen. „Beim Depotladen ist es wichtig, die Ladevorgänge in vorhandene Infrastrukturen und Abläufe bestmöglich zu integrieren“, so Jean-Christoph Heyne, Leiter Future Grids bei Siemens Smart Infrastructure. Hierbei berücksichtigen wir als Siemens bereits in der Auslegungsphase, wie viel Strom am Standort zur Verfügung steht und wie viele Busse gleichzeitig geladen werden müssen. Mit unserm Portfolio unterstützen wir die VAG Nürnberg dabei, das elektrische Laden in einem ihrer ersten großen Depots flexibel und gleichzeitig wirtschaftlich zu gestalten.“ (Siemens/PM/Schreiber)

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