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Neuanmeldungen von Elektrobussen in Q1-2/26 nach Ländern. Foto: DVVMediaGroup

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Nach der Association des Constructeurs Européens d’Automobiles (ACEA) und dem International Council on Clean Transportation (ICCT) hat nun auch die DVV Media Group die European Bus Data für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Die Ergebnisse der drei Marktanalysen sind nur eingeschränkt miteinander vergleichbar, da sie auf unterschiedlichen Datengrundlagen basieren. Die ACEA weist ihre Zahlen je nach Veröffentlichung für die EU-27, die EU-27 plus EFTA (Norwegen, Island und Schweiz) oder die EU-27 plus EFTA und das Vereinigte Königreich (insgesamt 31 Märkte) aus. Das ICCT betrachtet in seinen Analysen grundsätzlich die EU-27 sowie Norwegen, die Schweiz, Island und das Vereinigte Königreich.

Bei stadtbusspezifischen Auswertungen fehlen allerdings in einzelnen Berichten Daten aus Bulgarien, der Slowakei, Kroatien, Malta und Zypern, da hierfür keine vollständigen Datensätze vorliegen. Die European Bus Data der DVV Media Group umfasst mit den EU-27-Staaten sowie dem Vereinigten Königreich, der Schweiz, Norwegen, Island, Serbien und der Ukraine insgesamt 33 Länder. Zudem berücksichtigt sie ausschließlich Omnibusse mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als acht Tonnen, während die ACEA auch Kleinbusse ab 3,5 Tonnen einbezieht. Gemeinsamer Nenner aller drei Analysen: Der europäische Busmarkt legte im ersten Halbjahr 2026 deutlich zu. Nach den European Bus Data wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 23.154 Omnibusse neu zugelassen – ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und zugleich mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019.

Größter Einzelmarkt war Deutschland mit knapp 3.400 Neuzulassungen, gefolgt von Italien mit rund 3.200 und Frankreich mit knapp 3.000 Fahrzeugen. Das stärkste Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichneten Italien und Polen. Grundlage der Auswertung sind die Neuzulassungen von Omnibussen über acht Tonnen zulässigem Gesamtgewicht in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in der Schweiz, Norwegen, Island, dem Vereinigten Königreich, Serbien und der Ukraine. Wesentlicher Wachstumstreiber bleibt das Stadtbussegment. Hier schreitet die Elektrifizierung mit hohem Tempo voran: Im ersten Halbjahr 2026 wurden 7.877 elektrische Stadtbusse neu zugelassen – ein Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Damit sind inzwischen nahezu zwei Drittel aller neu zugelassenen Stadtbusse in Europa batterieelektrisch oder mit Brennstoffzelle unterwegs. Den mit Abstand größten Anteil stellen Batteriebusse. Lediglich fünf Prozent entfallen auf wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenbusse. Die größten Märkte für diese Fahrzeuge waren im ersten Halbjahr Italien und Polen. Gleichzeitig gehörten diese beiden Länder neben dem Vereinigten Königreich auch zu den absatzstärksten Märkten für Batteriebusse. Noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau, aber mit wachsender Dynamik, entwickelt sich die Elektrifizierung bei Überland- und Reisebussen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden gut 500 batterieelektrische Überlandbusse sowie knapp 150 batterieelektrische Reisebusse neu zugelassen.

Zu den Vorreitern zählen bei den Überlandbussen Norwegen, Frankreich und Italien, bei den Reisebussen Portugal und das Vereinigte Königreich. Die European Bus Data erscheint quartalsweise bei der DVV Media Group GmbH in Hamburg und analysiert die Neuzulassungen von Bussen in Europa. Jeder Quartalsbericht enthält detaillierte Informationen zu den einzelnen Fahrzeugsegmenten, den nationalen Märkten und den Marktanteilen der Hersteller. Ein ergänzender Report widmet sich ausschließlich alternativen Antrieben. Weitere Informationen sind unter www.nana-online.de/europeanbusdata verfügbar. (DVV Media Group/PM/Sr)

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