BYD baut in den USA jetzt elektrische Schulbusse. Foto: BYD

Es war nur eine Frage der Zeit, jetzt ist er da: BYD hat für die boomenden Elektrobusmärkte in den USA und Kanada einen elektrischen Schulbus vorgestellt. Keine Frage, mit den Werken vor Ort werden so alle Auflagen und Vorgaben erfüllt, um politisch korrekt den „Buy America”-Slogan erfüllen zu können. Die US-Regierung spricht sich ganz offen dafür aus, dass Waren und Dienstleistungen von in den USA hergestellten Anbietern bevorzugt bezogen werden sollen. Schon vor Jahren hatten die Chinesen ihren lokale Produktion in den USA, die im Norden von Los Angeles angesiedelt wurde, um 450.000 Quadratmeter erweitert. Und auch in Newmarket, in Kanada, haben die Chinesen eine Fabrik errichtet. Nun können dort in beiden oder einem der Werke die politisch gewollten und finanziell geförderten elektrischen Schulbusse gebaut werden – BYD bietet sie in 35, 38 und 40 Fuß (10,7 bis 12,1 Meter) an. Die chinesischen Schulbusse made in USA bieten Platz für bis zu 84 Schüler und haben nach Angaben von BYD eine Reichweite von 155 Meilen (249 km) – mit einer Akkuladung. Auch beim elektrischen Schulbus setzt BYD auf die bekannte Lithium-Eisenphosphat-Batterie aus eigener Fertigung. Und, weil es im Zusammenhang mit den elektrischen Schulbussen in den USA einen Markt gibt, bietet BYD auf Wunsch die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) an, um elektrische Energie wieder zurückspeisen. Über eine bidirektionale Ladefunktionen werden Schulbusse nachts bei niedrigem Energiebedarf langsam und zu einem günstigen Stromtarif geladen, tagsüber können die Betreiber der Schulbusse etwas Profit machen, wenn sie den Strom aus den Bussen zurückspeisen – der Tagestarif liege deutlich über dem der Nacht. Während der Schulzeit könne die Energie beispielsweise dann auch im Klassenraum genutzt werden. Mit an Bord sind neben den obligatorischen Sicherheitsgurten ein elektronisches Stabilitätsprogramm, ein Kollisionsvermeidungssystem und ein 360-Grad-Überwachungssystem zur Erkennung von Fußgängern und Radfahrern. Darüber hinaus bieten die Chinesen für ihre E-Schulbusse einen zusätzlichen Schutz für Kinder beim Verlassen des Busses mit dem Predictive Stop Arm an, der den herannahenden Verkehr überwacht und die Schüler benachrichtigt, wenn das Überqueren des Busses nicht mehr sicher ist. Außerdem können die Fahrzeuge mit integrierten Kindersitzen und tragbaren Rückhaltesystemen ausgestattet werden, wie BYD anlässlich der Vorstellung betonte. Um das Wirtschaftliche noch mehr herauszustellen, sagte BYD, dass die Kraftstoffkosten des elektrischen Schulbusses im Vergleich zu einem Dieselbus um bis zu 60 Prozent sinken würden. Auch die Wartung eines solchen Fahrzeug sei deutlich preiswerter, was an nicht mehr vorhandenen Bauteilen des Antriebs liegen würde. Rund 60 Prozent sei auch die Wartung günstiger, so BYD. (BYD/PM/Sr)

Optisch tritt BYD mit den elektirschen Schulbussen in den USA und Kanada mit einem eigenen Design auf. Foto: BYD

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