Till Oberwörder im Interview mit Peter Schwierz: Foto: Screenshot electrive.net

Till Oberwörder ist mit dem eCitaro weiter auf Erfolgskurs. Foto: Schreiber

Wann werden Reisebusse elektrisch angetrieben? Im Interview mit Peter Schwierz vom Branchendienst electrive.net, dem führenden digitalen Fachmedium für Elektromobilität im deutschsprachigen Raum, sagt Till Oberwörder, Chef der Daimler Bussparte: „Bis Ende der Dekade werden wir einen Teil der Reisebusse elektrifiziert sehen – unabhängig welcher Art, Brennstoffzelle oder Batterie.“

Als amtierender Marktführer in Deutschland im Segment der elektrisch angetriebenen Stadtbusse attestiert Till Oberwörder im Interview, das auf der IAA Transportation aufgenommen wurde, dem deutschen Markt eine starke Dynamik beim Umstieg auf Elektrobusse. 

Keine Frage, Daimler Buses muss es wissen: 251 der 555 neuen Elektrobusse in Deutschland im Jahr 2021 stammten von Mercedes-Benz! Respekt, der deutsche Elektrobusmarkt wuchs von 350 auf 555 neue Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr 2020. Und: Satte 45 Prozent aller neuen Elektrobusse im letzten Jahr waren Fahrzeuge der eCitaro-Baureihe!

Zum Jahresstart 2022 ging es gleich so weiter, Grund zur Freude bei Till Oberwörder und dem Team von Mercedes-Benz: Wer einen Blick in die Zulassungszahlen der ersten drei Monate des Jahres 2022 warf, der sieht, dass der eCitaro mit insgesamt 63 Neuzulassungen im Segment der Elektrobusse wieder auf dem 1. Platz steht.

Im Interview geht es aber auch um die Antriebe der Überlandbusse, in den kommenden zehn Jahre wird der Verbrenner im Überlandsegment laut Oberwörder aber weiter eine Rolle spielen. Grundsätzlich werden elektrifizierte Fahrzeuge auch teurer bleiben als Diesel-Fahrzeuge.

„Die Entwicklungsschritte kommen so schnell hintereinander: Spätestens alle zwei Jahre eine neue Batterie, neue Technologie, neues Thermomanagement, neues Batteriemanagement. Das führt dazu, dass die Kosten per se höher bleiben werden,“ so Till Oberwörder. Spannend, im wahrsten Sinne!

Rund zehn Minuten interviewt Peter Schwierz den Chef der Daimler Bussparte. Der Infrastrukturausbau gehe nur gemeinschaftlich – „im Schulterschluss mit Politik, Kommunen und uns Herstellern“, so Oberwörder. Es gelte, den Hochlauf elektrischer Fahrzeuge mit der Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen zu synchronisieren.

„Es passiert aktuell extrem viel. Deutschland sehe ich weit vorne. Aber wir brauchen noch etwa mehr Dynamik“, so der Daimler-Buses-Chef – etwa bei den Genehmigungsverfahren für den Ladeinfrastrukturausbau. Um den Hochlauf zu stemmen, muss die Transformation jeder bei sich selbst anstoßen, äußert Oberwörder noch. (DaimlerBuses/electrive.net/omnibus.news/Sr)

Zum Start des Interviews bitte infach auf das Bild klicken!

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