Professor Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG im neuen e.GO Mover, der bald in deutschen Städten fahren wird. Foto: omnibus.news

Das Aachener Elektroauto-Startup e.GO Mobile präsentierte auf der Hannover Messe den autonomen Elektrobus e.GO Mover. Der für den Stadtverkehr konzipierte Elektrokleinbus fährt sowohl voll elektrisch als auch autonom und soll urbane, App-basierte Mobilitätslösungen bieten, die die Fortbewegung im innerstädtischen Umfeld vereinfachen sollen. Passend, denn das Motto der Messe lautete „Connect & Collaborate“. Dafür entwickelt das Tochterunternehmen e.GO Digital GmbH für den e.GO Mover datenbasierte Dienstleistungen, die auf der Cloud-Plattform Microsoft Azure beruhen. „Wir freuen uns, dass die e.GO Digital GmbH mit Microsoft innovative Ideen für die urbane Mobilität in die Tat umsetzen kann und erste Ansätze bereits auf der Hannover Messe vorstellt“, erklärt Professor Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG. In Hannover präsentierte das Startup verschiedene Szenarien über den zukünftigen Innenstadtverkehr, so könnten beispielsweise Sammelpunkte an Einfahrtsstraßen in die Städte ein Ort sein, der Fahrgäste generiert. Für den ÖPN der Innenstädte ist mehr oder weniger fix, dass dieser weitgehend durch E-Kleinbusse, E-Shuttles oder E-Taxen erfolgen wird. „e.GO beweist mit dem e.GO Mover, dass autonomes Fahren keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern uns schon heute ganz konkret im Alltag unterstützen kann. Mit Microsoft Azure setzt e.GO für seine Mobilitätslösungen auf eine global skalierbare, sichere Infrastruktur und intelligente Dienste für Advanced Analytics und künstliche Intelligenz“, so Robert Lokner, Industrieexperte für autonomes Fahren und Mobilität bei Microsoft Deutschland. Der e.Go Mover soll schon bald zu einem ersten Test in verschiedenen deutschen Städten starten: „Wir haben 72 Anfragen von Städten in Deutschland und aus anderen Staaten“, so Schuh, „aber leider haben wir nur 200 Fahrzeuge.“ Insgesamt 20 Städte werden ausgewählt für die knapp dreijährigen Pilotversuche, bei denen – anfangs noch mit Fahrer – Erkenntnisse gewonnen und Daten fürs autonome Fahren gesammelt werden sollen. Fest stehen bereits Aachen, München und Friedrichshafen.

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