Ebusco bietet den Elektro-Gelenkbus der Baureihe 2.2 auch mit Pantographen an. Foto: Ebusco

Ebusco will noch dieses Jahr erste Elektro-Gelenkbus der Baureihe 2.2 auf die Straße schicken. Auch wenn zur Zeit die Buswelt eher über den Ebusco 3.0 mit seiner Kunststoffkarosserie spricht, mit der 2. Generation der Elektrobusse ist Ebusco gut im Geschäft. Für den Herbst 2020 sind für die Verkehrsgebiete der Region Amsterdam, am Flughafen Schiphol und in der Innenstadt von Haarlem von Connexxion, einem Unternehmen der niederländischen Transdev-Gruppe, 156 Elektrobusse von Ebusco angekündigt. Damit werden die Niederländer – nach heutigem Stand der Dinge – die größte Flotten in den Niederlanden und auch in Europa ausliefern, die jemals in einem Jahr an neuen Elektrobussen zum Kunden kam. Und das computergenerierte Bild der Gelenkbusversion des Ebusco 2.2 lässt erahnen, dass dann auch schon Elektro-Gelenkbusse der Baureihe 2.2 mit ausgeliefert werden, denn die Lackierung in grau-rot und der Markenname R-net ist eng mit der Region des Großauftrages verbunden. Das so genannte Randstadnet wurde 2011 als “hoogwaardig openbaar vervoer”, also ein hochwertiges ÖPNV-Angebot, in der Region Amsterdam ins Leben gerufen. Schon zwei Jahre später 2013 unterzeichneten dann gleich mehrere Provinzen mit dem “Ministerie van Infrastructuur en Waterstaat” einen Vertrag über den Ausbau des R-net. Seitdem wird das Netz über mehr ausgeweitet, mittlerweile gehören sogar Züge und Straßenbahnen zum R-net. Im letzten jahr zählten Arriva, Connexxion, EBS, GVB, HTM, Keolis, Nederlandse Spoorwegen, Qbuzz und RET zu den Firmen, die das rollende Material in der markanten grau-roten Farbgebung gestellt haben. Mit genauen technischen Daten hält sich Ebusco noch zurück, so gibt es lediglich eine erste Angaben zur Batteriekapazität: Während der Solowagen des Ebusco 2.2 auf bis zu 423 kWh kommt, geben die Niederländer für den Gelenkbus 363 bis 525 kWh an, je nach Kundenwunsch. Und noch etwas verraten die Niederländer dann doch: Wer das Bild dieser Meldung genau betrachtet, der erkennt einen Pantographen auf dem Dach des Vorderwagens. Das Mehr an Fahrgastkapazität im Vergleich zum Solowagen dürfte zu dem auf dem Fahrzeugdach des Gelenkbusses montierten Stromabnehmer geführt haben, um die seitens der Kunden gewünschten Reichweiten bieten zu können. Zusammen mit einer entsprechenden Schnelllade-Infrastruktur auf der Strecke kann so auch ein Elektro-Gelenkbus eine größere Anzahl an Fahrgästen einen ganzen Tag lang befördern. Und auch in diesem Zusammenhang kann der Kunde wählen, der Ebusco Gelenkbus 2.2 kann als Drei- oder Viertürer geliefert werden. (PM/Sr)

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