Christian Plüss, Leiter PostAuto (links), und Kurt Bobst, CEO Repower, haben eine Absichtserklärung für eine Kooperation im Bereich der Elektromobilität unterzeichnet. Foto: PostAuto

PostAuto und Repower wollen gemeinsam in eine saubere ÖV-Zukunft investieren. Sie haben eine Absichtserklärung zur Förderung der Elektromobilität unterzeichnet. Die Partner wollen in den nächsten Jahren in einer Region Graubündens eine größere Zahl von Elektrobussen in Betrieb nehmen. PostAuto feiert dieses Jahr im Kanton Graubünden den 100. Geburtstag, die Kooperation im Bereich der Elektromobilität ist ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft des öffentlichen Verkehrs. PostAuto will im Kanton Graubünden erstmals eine oder mehrere PostAuto-Linien ausschließlich mit Elektrofahrzeugen bedienen. Es entspricht dem langfristigen Ziel des Unternehmens, die nachhaltige Mobilität zu fördern und damit die CO2-Effizienz zu steigern. In einem ersten Schritt hat das Transportunternehmen einzelne Fahrzeuge mit alternativen Antrieben eingesetzt, darunter auch einen Schulbus im Valposchiavo. Nun will PostAuto erstmals eine oder mehrere Linien ausschließlich mit Elektrofahrzeugen bedienen. PostAuto und der Bündner Energiedienstleister Repower machen den Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität gemeinsam im Rahmen einer Kooperation. Repower will dazu die Ladeinfrastruktur und die erneuerbare Energie bereitstellen. Elektrobusse, die derzeit auf dem Markt sind, eignen sich für eher flache Gebiete. Deshalb gehen PostAuto und Repower davon aus, dass die Elektropostautos auf PostAuto-Linien in der Region zwischen Chur und Bad Ragaz fahren werden. Läuft alles wunschgemäß, können die 10 bis 20 Elektrobusse im ersten Halbjahr 2021 in Betrieb genommen werden. Zunächst gibt es aber noch einige offene Fragen zu klären. Dazu gehört die Finanzierung der Mehrkosten, die Beschaffung geeigneter Fahrzeuge sowie die Definition der konkreten Linien, auf denen die Fahrzeuge unterwegs sein werden. Ein zentraler und noch zu klärender Aspekt ist die Frage, wann, wo und auf welche Art die Batterien geladen werden, damit PostAuto die Fahrpläne jederzeit einhalten kann. PostAuto als größtes Busunternehmen der Schweiz und als bundesnaher Betrieb ist sich seiner Verantwortung im Bereich der Nachhaltigkeit bewusst. Repower engagiert sich mit PLUG’N ROLL seit mehreren Jahren im Bereich der Elektromobilität und kann die erneuerbare Energie liefern, um die Batterien zu laden. Damit präsentieren die beiden Unternehmen eine «saubere Lösung aus Graubünden für Graubünden». Eine erste Kooperation der Partner besteht bereits im Valposchiavo, wo seit Frühjahr 2019 ein Elektropostauto als Schulbus unterwegs ist. Christian Plüss, Leiter PostAuto, und Kurt Bobst, CEO Repower, haben am Freitag, 14. Juni 2019, einen Anlass zum Jubiläum von «100 Jahre PostAuto Graubünden» genutzt, um eine Absichtserklärung für den Einsatz der Elektropostautos zu unterzeichnen. Nun wollen sie gemeinsam mit dem Kanton Graubünden und weiteren Partnern die konkrete Umsetzung angehen. Der zuständige Regierungsrat Mario Cavigelli sagt dazu: «Ich begrüße die Zusammenarbeit der beiden Partner zur Förderung der nachhaltigen Mobilität im Kanton Graubünden.»

In Valposchiavo ist seit Frühjahr 2019 ein Elektropostauto als Schulbus unterwegs. Foto: PostAuto

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