Die Ermittlungen zur Brandursache laufen, bis zur Klärung hat die Üstra die Elektrobusse von Mercedes-Benz und Solaris aus dem verkehr gezogen. Foto: Üstra

Die Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG zieht die alle Elektrobusse als Vorsichtsmaßnahme nach dem Brand in einem Bus-Depot aus dem Verkehr. Bei einem Großfeuer in der Bushalle auf dem Betriebshof Mittelfeld sind am vergangenen Samstag acht Busse der Üstra vollständig zerstört worden. Die Hannoveraner gaben an, dass die Elektrobusse der Marken Mercedes-Benz und Solaris bei dem Feuer in der äußersten rechten Reihe der Bushalle standen. Vier eCitaro und ein Urbino electric sowie zwei Hybridbusse und ein Diesel-Bus fielen den Flammen zum Opfer. Bei allen Bussen handelte es sich um 12 Meter lange Solobusse. Der Mannschaftbus von Hannover 96, ein Reisebus der Firma Üstra Reisen, wurde stark beschädigt. Außerdem zerstört wurde die Ladeinfrastruktur in der Bushalle sowie deren Dach in diesem Bereich. Die Bushalle ist durch Brandschutzwände unterteilt und durch Brandschutztüren gesichert. Diese Brandschutzmaßnahmen haben nach Aussage der Feuerwehr funktioniert, sodass weitere 19 Busse unbeschadet aus der Halle evakuiert werden konnten. Sie wurden auf einem provisorischen Betriebshof auf einem Parkplatzgelände der Deutschen Messe AG stationiert, von wo aus der Betrieb bis auf weiteres organisiert wird. Die weiteren zehn noch existierenden E-Busse der Üstra wurden auf dem Betriebshof Vahrenwald vom Netz genommen und aus der Halle gefahren. Sie werden vorsorglich bis zur Klärung der Ursache des Brandes nicht eingesetzt. Trotzdem kann das fahrplanmäßige Verkehrsangebot in vollem Umfang aufrechterhalten werden, Ausfälle im Busverkehr sind nicht zu befürchten. Teilweise werden Ersatzfahrzeuge eingesetzt, die von der regiobus oder Subunternehmern zur Verfügung gestellt wurden. „In dieser schweren Stunde haben wir durch andere Verkehrsunternehmen, durch die Deutsche Messe AG, durch die Stadtentwässerung und durch viele andere Institutionen großartige Hilfe und Solidarität erfahren, für die wir sehr dankbar sind“, so die Vorstandsvorsitzende der Üstra Elke Maria van Zadel. Über die Höhe des Schadens ließen sich derzeit noch keine gesicherten Aussagen machen, so Regina Oelfke, Vorständin für Finanzen und Recht der Üstra. Dies sei erst möglich, wenn die Untersuchungen über die Schäden insbesondere auch an der baulichen Struktur der Halle abgeschlossen seien. Eine Klärung der versicherungsrechtlichen und Haftungsfragen könne erfolgen, wenn die Ursache des Brandes ermittelt sei. „Wir unterstützen die Ermittlungsbehörden bei ihrer Arbeit in jeder uns möglichen Weise, weil ihr Ergebnis für alle Beteiligten von höchstem Interesse ist“, so Regina Oelfke. Die Vorstandsvorsitzende Elke Maria van Zadel unterstrich, dass die Üstra an ihrem Ziel festhält, innerhalb des hannoverschen Cityrings nur noch emissionsfreie E-Busse einzusetzen. „E-Mobilität ist ein unverzichtbarer Beitrag zum Klimaschutz“, sagte die Vorstandsvorsitzende. Derzeit würden die Zeitpläne des E-Bus Projekts vor dem Hintergrund des Schadens durch das Großfeuer überprüft. (Üstra/PM/Sr)

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