Klaus Müller, Vorstand DB Regio Bus und Peter Bijvelds, CEO von Ebusco, bei der Bekanntgabe der Zusammenarbeit. Foto: Ebusco

Die anhaltenden Misserfolge rufen Kontrolleure und Bundesregierung auf den Plan, wie das Handelsblatt bereits vor einer Woche berichtete. Politiker machen vor allem Führungsprobleme für die Misere bei der Bahn verantwortlich. So führten die zahlreichen Tochterfirmen des Konzerns teils ein Eigenleben, das zuweilen im Gegensatz zum Wohl des Gesamtkonzerns stehe. Der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Enak Ferlemann, sagte gegenüber der Zeitung: „Es gibt unterhalb der Holding Gesellschaften mit Vorständen und Aufsichtsräten, die aneinander vorbei und zum Teil auch gegen die Interessen der anderen Gesellschaften entscheiden.“ Es sei zweifelhaft, dass dieses Puzzle zusammenpasst. Heute weist die DB Regio Bus die Gesamtheit der Regionalbusgesellschaften der DB AG eine Sparte innerhalb der DB Regio AG. Unter einem einheitlichen Dach treten die regionalen Busgesellschaften auf, die, wie jetzt deutlich wird, zumindest zukunftsorientiert handeln: Klaus Müller, Vorstand DB Regio Bus, hat in der letzten Woche zusammen mit Daniel Marx, Leiter Produktion DB Regio Bus und Peter Bijvelds, CEO von Ebusco sowie Jean Luc Deflandre, CCO von Ebusco, ein Memorandum of Understanding (MoU) über die Betriebserprobung von Elektrobussen im Regionalbusverkehr unterzeichnet. DB Regio Bus und der niederländische Elektrobushersteller Ebusco wollen somit die Entwicklung von batterieelektrischen Bussen im Regionalbusverkehr maßgeblich vorantreiben und dabei wichtige Erkenntnisse für den flächendeckenden Einsatz gewinnen. Für den Einsatz als Regionalbus werden Elektrobusse benötigt, die ohne Zwischenladung trotzdem eine hohe täglichen Kilometerlaufleistung garantieren, die DB Regio AG nennt 450 km als Reichweite. Ab Ende 2019 werden zwei Elektrobusse (zwei 12-Meter-Solobusse, einer davon in Low-Entry-Bauweise) des niederländischen Herstellers im Regionalbusverkehr getestet, vor allem auch in topografisch anspruchsvollem Gelände.

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