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Die Bundesregierung plant, die Förderung von Elektrobussen im Haushalt 2027 deutlich zu reduzieren. Foto: Cleanpng, Schreiber; Montage: omnibus.news

Die Bundesregierung plant, die Förderung von Elektrobussen im Haushalt 2027 deutlich zu reduzieren. Eine Studie von PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) warnt vor möglichen Folgen für die deutsche Busindustrie, den Arbeitsmarkt und den weiteren Ausbau emissionsfreier Busflotten. Nach dem Entwurf des Bundeshaushalts 2027 sollen für die Förderung von Elektrobussen nur noch 130 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Für 2026 sind 403 Millionen Euro vorgesehen. Das entspricht einem Rückgang um rund 68 Prozent.

Der Haushalt ist noch nicht endgültig verabschiedet; die Zahlen können sich im parlamentarischen Verfahren ändern. Eine am 15. Oktober 2026 veröffentlichte Kurzstudie von PwC im Auftrag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Klima-Allianz Deutschland untersucht die wirtschaftliche Bedeutung der bisherigen Förderung. Demnach trägt sie jährlich zu einer Wertschöpfung von 1,6 bis 2 Milliarden Euro in Deutschland bei. Rund 72 Prozent der Fördermittel fließen laut Studie an die heimische Industrie und ihre Zulieferer.

Die Studie beziffert die Zahl der durch die bisherige Förderpolitik geschaffenen Arbeitsplätze auf 10.300 bis 12.600. Durch die geplanten Kürzungen könnten rund 1.000 Arbeitsplätze gefährdet sein. Zudem könnten Fördermittel für etwa 7.200 Elektrobusse fehlen. Als mögliche Folgen nennt die Untersuchung verschobene Beschaffungen, den Kauf günstigerer Dieselbusse oder eine stärkere Orientierung an außereuropäischen Herstellern. Wie der von PwC veröffentlichte E-Bus-Radar 2026 zeigt, wächst der Markt für emissionsfreie Busse in Deutschland weiter.

Ende 2025 waren 4.752 solcher Fahrzeuge im Einsatz. Im Laufe des Jahres kamen 1.397 neue Elektrobusse hinzu – nahezu doppelt so viele wie 2024. Die höheren Anschaffungskosten bleiben allerdings eine Herausforderung für Verkehrsunternehmen. Nach Angaben von PwC kostete ein zwölf Meter langer Batteriebus 2025 durchschnittlich rund 580.000 Euro. Ein vergleichbarer Dieselbus lag bei etwa 310.000 Euro. PwC sieht verlässliche Rahmenbedingungen und Förderprogramme deshalb als wichtige Faktoren für den weiteren Markthochlauf.

Die von Verbänden beauftragte Kurzstudie warnt, dass eine deutliche Reduzierung der Mittel sowohl die Elektrifizierung der Busflotten als auch die Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland bremsen könnte. Ob die geplante Kürzung in dieser Form umgesetzt wird, entscheidet sich im weiteren Haushaltsverfahren. Die Bundesregierung hat den Haushaltsentwurf am 14. August 2026 an den Bundestag übermittelt. Die parlamentarische Verabschiedung ist für den 27. November 2026 vorgesehen. Die Zahlen können sich im Haushaltsverfahren noch ändern. (PwC/VDV/Bund/PM/Sr)

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