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Botschafter Duan Jielong (links), Minister Péter Szijjártó (Mitte) und BYD-Europachef Isbrand Ho (2. von rechts) bei der feierlichen Eröffnung. Foto: BYD

Jetzt geht es los: Der chinesische Elektrobushersteller BYD hat die in Ungarn gebaute Fabrik für Elektrobusse feierlich eröffnet. Die erste Fabrik, wie BYD betont. Keine Frage, die Chinesen haben auch schon für Frankreich eine Fabrik angekündigt. BYD will in Europa den Markt für Elektrobusse erobern. Dafür ist eine Präsenz am Ort nicht nur politisch erwünscht, sondern auch für den After-Sales-Service notwendig. Bis BYD in Ungarn komplett produziert, dauert es aber noch. Zunächst werden die Elektrobusse in Komarom nur endmontiert, die Teile kommen aus der „großen Fabrik“ in China. In Ungarn werden nur Chassis gebaut, diese werden nach Großbritannien zum Partner Alexander Dennis und in die französische Fabrik von BYD geliefert. Die neue Fabrik in Ungarn ist auf eine Kapazität von 400 Einheiten pro Jahr ausgelegt, Kapazitäten für eine Erweiterung sind aber vorhanden, wie die Chinesen versichern. Rund 20 Millionen Euro hat BYD investiert, bis zu 300 Arbeitsplätzen sollen entstehen. Der lokale Zulieferanteil ist für ein reines Montagewerk niedrig: Nur 30 Prozent steuern die Ungarn bei. Je nach Entwicklung will BYD in den nächsten Jahren die Produktion Stück für Stück nach Europa verlegen und den Anteil der lokalen Zulieferer auf 70 Prozent erhöhen. Als Ziel sind 1.000 Elektrobusse pro Jahr avisiert, so BYD. Und auch einen Austausch zwischen den Fabriken in Europa haben die Chinesen im Visier. Es kommt mit BYD mehr als Bewegung in den europäischen Elektrobusmarkt. Wenn die deutschen Anbieter wie MAN ihre Kleinserie für München und Mercedes-Benz den Elektro-Citaro im nächsten Jahr auf die Räder stellen, dann ist BYD schon mittendrin statt nur dabei…

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