
In Dornbirn werden mehr als 90 Prozent der ÖPNV-Fahrleistung emissionsfrei und ohne fossile Brennstoffe zurückgelegt. Foto: StadtDornbirn
Die Stadt Dornbirn hat den Großteil ihrer Stadtbusflotte auf Elektroantrieb umgestellt. Seit Ende März sind die neuen Fahrzeuge im Einsatz. Mehr als 90 Prozent der Fahrleistung erfolgen damit emissionsfrei und ohne fossile Brennstoffe. Auf zwölf Linien verbindet er das Zentrum mit den Stadtteilen und bringt Fahrgäste zuverlässig ans Ziel. Jedes Jahr legen die roten Busse rund 1,1 Millionen Kilometer zurück. Insgesamt sind 18 Elektrobusse im Einsatz. Sie übernehmen den Großteil der Fahrten – rund 92 Prozent der Strecke werden bereits elektrisch gefahren.
Damit gehört Dornbirn im österreichweiten Vergleich zu den Städten mit dem höchsten Anteil an E-Bussen. Geladen werden die Busse über Nacht im Depot. Die Batterien sind so ausgelegt, dass sie für einen ganzen Betriebstag ausreichen. Das macht den Betrieb einfach planbar und sorgt dafür, dass die Busse tagsüber durchgehend im Einsatz sein können. Die Umstellung wirkt sich deutlich auf die Klimabilanz aus. Rund 450.000 Liter Diesel werden jedes Jahr eingespart. Das entspricht einer CO2-Reduktion von etwa 1.200 Tonnen jährlich.
Gleichzeitig entfallen auch Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub, die vor allem im Stadtgebiet eine Rolle spielen. Der Stadtverkehr wird damit nicht nur klimafreundlicher, sondern auch sauberer für die Menschen, die täglich unterwegs sind. Hinzu kommt, dass der gesamte Strombedarf von rund 1,5 Gigawattstunden aus Vorarlberger Ökostrom gedeckt wird. Dadurch entstehen im laufenden Betrieb praktisch keine direkten Emissionen. Die Wertschöpfung bleibt in der Region, und die Energieversorgung ist deutlich unabhängiger von internationalen Märkten.
Gerade in Zeiten stark schwankender Energiepreise zeigt sich dieser Vorteil immer stärker. Auch für die Fahrgäste wird die Fahrt angenehmer. Die Busse sind deutlich leiser unterwegs, beschleunigen gleichmäßig und sorgen für ein ruhigeres Fahrgefühl. Weniger Lärm, weniger Vibrationen und moderne Ausstattung machen den Unterschied im Alltag spürbar. Neben den ökologischen Effekten bringt die Umstellung auch mehr Sicherheit bei den Kosten. Während sich Dieselpreise stark verändern können, ist der Betrieb mit Strom besser planbar.
Bürgermeister Markus Fäßler sagt: „Der Stadtbus ist für viele Dornbirnerinnen und Dornbirner ein wichtiger Teil des Alltags. Mit den neuen Elektrofahrzeugen verbessern wir das Angebot, senken Emissionen und machen uns unabhängiger von fossilen Energieträgern.“ Stadtrat Johannes Zangerl ergänzt: „Die Umstellung zeigt, dass klimafreundliche Mobilität im Alltag funktioniert. Die Busse sind zuverlässig im Einsatz, bieten mehr Komfort und passen gut zu den Anforderungen in einer wachsenden Stadt.“ (StadtDornbirn/PM/Sr)