Neu von MAN: Der eManager, die digitale Kommandozentrale für den eBus. Foto: MAN

Nach dem Produktionsstart für den vollelektrischen MAN Lion`s City 12 E im vergangenen Jahr rollt seit April auch der E-Gelenkbus in Serie vom Band. Monatlich erreichen MAN Truck & Bus aus ganz Europa neue Aufträge für eBusse, zudem hat der Hersteller die Erfahrungen aus langfristigen Feldversuchen und der umfangreichen „Electrifying Europe”-Roadshow mit Stationen bei zahlreichen Kunden quer durch Europa gebündelt.

Unter anderem fließen die gesammelten Erkenntnisse, mit denen Kommunen und Verkehrsbetriebe auf ihrem Weg zur emissionsfreien Mobilität unterstützt werden sollen, auch in ein neues Angebot für den MAN eManager, die digitale Kommandozentrale für den eBus. Denn neben Zero-Emission-Mobilität und Automatisierung hat MAN die Digitalisierung längst als einen der wichtigen Treiber der Transformation, in der sich die Branche aktuell befindet, erkannt und als zentrale Säule in seine Strategie integriert. Schon heute sind digitale Lösungen bei dem Nutzfahrzeughersteller in allen Bereichen gelebte Realität.

Der eManager war als Lösung für intelligentes Lademanagement bereits bei ersten Feldversuchen im Einsatz, nun gibt es den Remote-Service auf der RIO Plattform, der Cloud-basierten Plattform von Traton, in zwei neuen Angebotsoptionen: als eManager S mit Basisfunktionalitäten sowie als eManager M mit einem erweiterten Set an Produktfunktionalitäten, jeweils buchbar im MAN Marketplace.

Das Basispaket umfasst bereits elementare Funktionen, die das Management von Flotten mit elektrischen Fahrzeugen erleichtert, vorneweg die beiden Optionen zum Laden der Batterien: Ist „Sofortladen” ausgewählt, lädt das Fahrzeug, sobald es mit einer Ladesäule verbunden und Ladestrom verfügbar ist. Mit „Timer Laden” lassen sich mehrere Timer gleichzeitig einstellen, sodass die Ladung für eine bestimmte Abfahrtszeit programmiert wird. Abfahrt jeden Montag um 7 Uhr? Der Bus ist dank dieser aktivierten Funktion immer rechtzeitig geladen, denn er startet den Ladevorgang automatisch – je nach verfügbarem Ladestrom und Batterieladezustand. Voraussetzung: Das Fahrzeug muss mit der Ladesäule verbunden sein. Und falls ein unvorhergesehener Einsatz eine schnellere Ladung nötig macht, kann das Fahrzeug auf Knopfdruck trotzdem schon früher geladen werden.

Ebenfalls Teil von eManager S ist die Möglichkeit, das Fahrzeuginnere thermisch vorzukonditionieren – sowohl, wenn sofort geladen wird als auch wenn die Batterieladen über „Timer laden” erst zu einem späteren Zeitpunkt startet. In beiden Fällen verlässt der eBus das Depot per Mausklick mit einer angenehmen Innenraumtemperatur, wobei sich die Vorkonditionierung gleichzeitig positiv auf die Restreichweite auswirkt, da zu Fahrtbeginn weniger Energie für die Klimatisierung nötig ist.

Kommt es zu Ladefehlern – wenn etwa ein Ladekabel nicht richtig angeschlossen ist – wird das dem Flottenmanager in der Anwendung angezeigt, sodass er rechtzeitig intervenieren kann. Insgesamt sechs verschiedene Ladestati geben detailliert Auskunft über den aktuellen Status quo, sodass auf einen Blick ersichtlich wird, ob ein Fahrzeug gerade an die Ladesäule angeschlossen ist, geladen wird oder bereits mit vollständig geladener Batterie die nächste Fahrt beginnen kann.

Auch weitere Parameter hat man mit dem Basispaket des eManager immer im Blick: den Batterieladezustand in Prozent, die Restreichweite in Kilometern, den Lademodus, den Fahrzeugstatus sowie den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung. Alles in Echtzeit.

Das Paket des eManager M bietet über die Basisfunktionen hinaus weitere Features. So werden etwa noch mehr Fahrzeug- und Batterieinformationen in der Anwendung dargestellt: Die verbleibende Batteriekapazität wird in kWh angezeigt und beim Fahrzeugstatus gibt es nicht nur „fahrbereit” und „nicht bereit”, sondern auch die Option „Fahren”.

Entscheidend für eine effiziente Flottensteuerung ist die in Paket M mögliche Analyse der Durchschnittswerte von Fahrverbrauch, Rekuperation sowie Fahrdistanz, die über einen bestimmten Zeitraum für ein oder für mehrere Fahrzeuge erstellt und verglichen werden kann. Detaillierten Einblick erhält man auch dank der Übersicht über die täglichen Lade- und Entladevorgänge, Klimatisierung, Außentemperatur und Energieverbräuche, die in der Historie abgespeichert werden: Neben Startzeit und Dauer von Ladevorgängen lassen sich darüber hinaus restliche Batteriekapazitäten in Kilometern und kWh sowie der Batterieladezustand in Prozent zu Beginn des Lade-/Entladevorgangs abrufen. Schließlich lassen sich mit dem eManager M Energieverbrauch- und -zufuhr, Minimal- und Durchschnittswerte des Lade- und Entladestroms, Parameter zu Spannung und Temperatur der Batterie anzeigen.

Ob eManager S oder M, seinem Motto „Simplifying Business” bleibt MAN treu: Mit beiden Optionen wird das Lademanagement für die E-Flotte – und damit auch der Alltag der Flottenmanager – dank des gezielten Monitorings und der flexiblen Remote-Bedienung transparenter, einfacher und effizienter. Gleichzeitig gewährleistet der eManager eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit sowie die Tatsache, dass der Ladestatus der Batterien immer zum Fahrplan passt. Einige Funktionalitäten des MAN eManager S gibt es nicht nur für die Elektrovariante des Solo- und Gelenkbusses, sondern in Zukunft auch für den eTGE: Aktueller Lade-, Batterieladezustand und aktuelle Restbatteriekapazität in Kilometern lassen sich für den eTransporter ebenfalls über die digitale Kommandozentrale abrufen. (MAN/Traton/PM/Sr)

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