Wolfgang Hilgen im Interview bei BUS TV. Foto: Schreiber

Seit Wochen steht die Busbranche still. BUS TV ist von Anfang der Corona-Pandemie vor Ort und schaut sich um: Wie geht es zu, wenn die Räder still stehen, wenn Fahrer flächendeckend in Kurzarbeit geschickt werden, wenn zwar staatliche Finanzhilfen geflossen sind, diese jedoch nur den berühmten Tropfen auf den heißten Stein bedeuten? Am 8. Mai hörte Sascha Böhnke, der Test- und Technikredakteur der Fachzeitschriften Omnibusrevue und Busfahrer und Kopf hinter dem Format BUS TV, für seine 9. Reportage bei Wolfgang Hilgen vom Kraftverkehr Ammerland zu, was ihn bewegt. Seit fast 100 Jahren ist der Familienbetrieb auf Achse, seit 60 Jahren gehört die Personenbeförderung dazu. Mit seinem Sohn Frederick ist die 4. Generation im Unternehmen aktiv, doch damit es weitergehen kann, müsse man die Zukunft auch zulassen, so Hilgen im Interview mit BUS TV. Auch er warte auf ein Zeichen aus Berlin, doch weil dort scheinbar Funkstille herrsche, werde er am Donnerstag mit einem Reisebus zur Demonstration nach Berlin fahren, um sich Gehör zu verschaffen. Mit dem Format BUS TV hat die Branche in diesen Tagen ein Gesicht, BUS TV macht die Schicksale persönlich und will verdeutlichen, wie ungeheuer wichtig die Balance zwischen einemflächendeckenden Abschalten des öffentlichen Lebens zur Aufrechterhaltung der medizinischen Leistungsfähigkeit unserer Krankenhäuser auf der einen und einem intelligenten, teilweisen Wiederanlauf vieler wirtschaftlicher und kultureller Teile unserer Gesellschaft ist. Sascha Böhnke nimmt die Zuschauer von BUS TV mit, um in den Zeiten der Corona-Pandemie statt in gedruckter Form nun wöchentlich live zu berichten. Nach “Abgestellt – eine Branche steht still” zum Beginn der Corona-Krise und “Der Krise zum Trotz”, einer Bestandsaufnahme bei Christoph Reisen gab es mit “Einblicke in den Stillstand” bei Schröder Reisen einen informativen Beitrag mit dem, was aktuell viele Busunternehmer bewegt. Aber auch ein Oldtimer-Busverein hat Sorgen, wie “Bedrohte Traditionen” zeigt. Bei Arzt Reisen hat man sich arrangiert, wie der Titel des Films “Ein großer Mittelständler bleibt” schon verrät. Ein weiterer Beitrag zeigt, was die E. Herrmann GmbH als “Bushändler und -werkstatt in Corona-Zeiten” erlebt und erwartet. “Wenn fast gar nichts mehr geht” ist das Porträt von Prima Klima Reisen aus Berlin. Dieser Beitrag gewährt Einblicke in einen Betrieb, der zwar kaum noch Fahrten machen kann, dessen Geschäftsführer aber schon wieder Ideen für den Moment haben, wenn es endlich wieder los gehen kann. Das Bewegung in der Buswelt ist, zeigte die 8. Reportage von der Bus-Demo mit 50 Reisebussen, die hupend durch Dresden zum Sächischen Landtag fuhren, um auf die dramatische Situation der Reisebranche und viele Busunternehmer aufmerksam zu machen. Auch dieses Stimmungsbild hat BUS TV festgehalten. Festhalten möchte Wolfgang Hilgen an vielen liebgewonnenen Traditionen, so wie beispielsweise den Fahrten mit Fans zu ihren Mannschaften, wenn sie ein Auswärtsspiel haben. Hier ist der Unternehmer voll des Lobs, denn die Fans der EWE Baskets aus Oldenburg haben bei ihm jetzt Gutscheine gekauft, damit er sie, wenn es denn dann irgendwann wieder einmal zu den Spielen geht, auch fahren kann. Bei Hilgen wird man die Zukunft zulassen, auch mit halbbesetzen Reisebussen. (Böhnke/BUSTV/Schreiber)

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