Mit der Fencer-Baureihe hat Scania viel vor… Foto: Scania

…mindestens sechs unterschiedliche Gefäßgrößen wird es geben, dazu eine Vielfalt an antrieben. Foto: Scania

Nach dem Touring nun der Fencer – im Gegensatz zum Reisebus stellt Scania diesmal aber die neue Baureihe in einer Vielfalt auf die Räder, die wohl alle Wünsche der weltweiten Buskunden befriedigen dürfte. Seit über fünfzehn Jahren kooperiert Scania schon mit Higer, der Touring wird auf einer eigenen Linie gebaut und dabei von Scanias Ingenieure betreut, so dass die unter dem Label der Schweden gebauten Reisebusse den Qualitätsstandards für Europa genügen. Seit 23 Jahren bauen die Chinesen, die unter das Dach des King Long-Konzerns gehören, Omnibusse. Noch ist die Anzahl der Omnibusse für Scania im Verhältnis zu den jährlich rund 35.000 gebauten Omnibussen überschaubar, auch wenn der Touring als 2- und 3-Achser europaweit seine Kunden gefunden hat. Sechs Grundmodelle sieht die neue Baureihe vor. Zur Weltpremiere (siehe Meldung auf omnibus.news vom 25. Mai 2021) gab es in Großbritannien den Solowagen namens Fencer f1. Wahlweise 10,9 oder 12,2 Meter lang sind je nach Ausstattung und Kundenwunsch 38 bzw. 45 Sitze sowie 29 oder 39 Stehplätze möglich. Als klassische Motoren stehen der bewährte Scania DC07 113 mit 7 l oder der DC09 139 mit 9 l Hubraum zur Verfügung. Beide verfügen über 206/280 kW/PS. Mit an Bord ist in beiden Fällen zudem das Automatikgetriebe Ecolife 2-6 von ZF. Verschiedene alternative Antriebe bis hin zum Elektroantrieb, der seine Energie aus Batterien bezieht, seien in Kürze auch schon bestellbar, wie Scania anlässlich der Weltpremiere erklärte. Dem Fencer f1 werden jetzt gleich weitere Linienbusse folgen, die alle Gefäßgrößen abdecken: Den Zweichasern folgen Dreiachser als Solo- sowie Gelenkwagen, dazu gibt es dann auch noch einen Doppeldecker. Und einen Reisebus – was das für den Touring beduetet, wurde während der Weltpremiere der neuen Fencer-Familie aber nicht beantwortet. Alle neuen Baumuster sind federführend von den Ingenieuren in Schweden entwickelt worden, beim Design hätten sich die Kreativen in Schweden und China ausgetauscht. Wie Scania betont, hätte die Marke bekanntlich ihre Kernkompetenz bei der rollenden Basis, der chinesische Partner sei hingegen beim Aufbau erfahrender. Dieses Vorgehen hätte sich schon beim Touring bewährt. Seit über einem Jahrzehnt pflege man mit Higer eine professionelle Partnerschaft, wie Martin West, Sales Director – Bus and Coach bei Scania Great Britain Limited, anlässlich der Weltpremiere betonte. Und nun sei mit einer ganzen Bus-Familie der nächste Schritt erfolgt. Zeitnah will Scania nun die Märkte informieren und den Markt sondieren. Die Weltpremiere fand in Großbritannien statt, einem Markt, der durchaus als preissensibel bezeichnet werden kann. Und auch der Name der neue Baureihe ist eine Ansage, vielleicht sogar eine Kampfansage. Der Fencer ist übersetzt der Fechter. Und Fechten ist in erster Linie eine Kampfsportart. Vor ihrer Etablierung als Sportart war die Austragungsform als Duell weit verbreitet. Und das scheint sich nun mit Scania und Higer zu wiederholen, wenn die beiden Bushersteller mit der Fencer-Familie antreten.  (Scania/omnibus.news/Sr)

Die neue Fencer-Baureihe von Scania feierte in Großbritannien mit einem Solowagen ihre Weltpremiere. Foto: Scania

Der Name ist Programm: Die Fencer-Familie ist eine Kampfansage an den Wettbewerb. Foto: Scania

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