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DEKRA Vorstand Clemens Klinke zeigt Schulkindern, was mit einer Kartoffel im Gummistiefel passiert, wenn sie vom Rad eines Busses überrollt wird. Foto: Dekra

DEKRA Vorstand Clemens Klinke zeigt, was mit einer Kartoffel im Gummistiefel passiert, wenn sie vom Rad eines Busses überrollt wird. Foto: Dekra

Der neue Trainings-Bus von DEKRA kann in ganz Deutschland von den Niederlassungen für Schüler-Veranstaltungen genutzt werden. Foto: Dekra

Der neue Trainings-Bus kann deutschlandweit für Schüler-Veranstaltungen angefordert werden. Foto: Dekra

Die Sachverständigenorganisation DEKRA hat einen Bus für Schüler-Trainings in Dienst gestellt. Die 75 DEKRA Niederlassungen in Deutschland nutzen das Schulungsfahrzeug in Zukunft, um Schulkindern anschaulich zu machen, welches Verhalten zu einem sicheren Schulweg mit dem Bus gehört. Damit ergänzen die Experten ihre Aktion „Sicherheit braucht Köpfchen“, die seit mehr als zehn Jahren läuft und bei der Kinder mit signalroten Kappen ausgestattet und über die Gefahren des Schulwegs aufgeklärt werden. „Der Bus ist zwar eindeutig eines der sichersten Verkehrsmittel für Schülerinnen und Schüler. Aber nach den Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) werden jährlich in Deutschland mehr als 5.000 Schulkinder beim Busfahren verletzt – entweder im Bus, beim Ein- und Aussteigen, beim Warten an der Haltestelle oder beim Überqueren der Fahrbahn auf dem Weg vom oder zum Bus“, so Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands DEKRA SE und verantwortlich für die Business Unit Automotive. „Seit mehr als 90 Jahren setzt sich DEKRA für die Sicherheit auf unseren Straßen ein – und das gilt ganz besonders für die schwächsten und unerfahrensten Verkehrsteilnehmer, die Schulkinder. Unser Bus bietet die Möglichkeit für besonders nachhaltige Trainings-Erlebnisse.“ Der Niederflurbus entspricht den Fahrzeugen, die an vielen Orten in ganz Deutschland im Linien- und Schülerverkehr eingesetzt werden. An Bord ist spezielles Schulungs-Equipment, wie etwa ein Crash-Test-Dummy, mit dem eindrücklich gezeigt werden kann, welche Risiken etwa mit einer starken Bremsung verbunden sind. Die Gefahren, die drohen, wenn man den Rädern des Busses zu nahe kommt, werden beispielsweise mit Kartoffeln illustriert, die vom Bus überrollt und vom Gewicht des Fahrzeugs zerdrückt werden. „Insgesamt geht es uns darum, die wichtigen Verhaltensregeln im und am Bus nicht nur zu erklären, sondern auch anschaulich zu machen, warum diese Regeln so wichtig sind“, so der DEKRA Vorstand.  Sicher ist es, zu warten, bis der Bus abgefahren ist. Erst dann sieht man wirklich, ob die Fahrbahn frei ist und gefahrlos überquert werden kann. Unfälle beim Überqueren der Fahrbahn machen zwar nur knapp zehn Prozent der Schulbusunfälle aus, so die Zahlen der DGUV, doch sind diese Unfälle oft besonders folgenschwer. So wurden in den Jahren 2009 bis 2014 insgesamt sechs Schulkinder in solchen Situationen getötet. In diesem Zeitraum gab es im Bus, beim Warten an der Haltestelle sowie beim Ein- und Aussteigen keinen einzigen tödlichen Unfall. Rund um den Schüler-Busverkehr gibt es auch wichtige Regeln für andere Verkehrsteilnehmer. Hier gilt zuerst den Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen, der Appell, nicht die Schulbus-Haltestellen zuzuparken. Außerdem: Linien- und Schulbusse, die sich einer Haltestelle nähern und das Warnblinklicht eingeschaltet haben, dürfen nicht überholt werden. Wenn der Bus dann angehalten hat, darf nur in Schrittgeschwindigkeit  vorbeigefahren werden (das entspricht etwa 4 bis 7 km/h) – und mit genügend Abstand, um Fahrgäste nicht zu gefährden. Das gilt im Übrigen auch für den Gegenverkehr, wenn die es keine bauliche Trennung zwischen den Fahrtrichtungen gibt. „So sind auch Rücksichtnahme und umsichtiges Verhalten aller Verkehrsteilnehmer unerlässlich, damit Schulkinder sicher ankommen“, so Klinke.

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