Die neue Citea-Elektrobus-Baureihe nimmt Formen an. Foto: VDL

Das ist eine runde Sache, sagt der Volksmund, wenn etwas gut gelungen ist. Die ersten Bilder der neuen Citea-Baureihe von VDL lassen erahnen, dass die Niederländer nicht nur die Frontmaske mit dem markanten VDL-Logo entsprechend gesstaltet haben. Vieles wird anders, denn die Entwickler und Designer haben die nächste Generation des Elektrobusvorreiters auf die Bedürfnisse des Marktes ausgerichtet. Die neue Citea-Baureihe zielt rein auf Elektromobilität ab, nicht nur, weil die Batterien im Boden verbaut werden, sondern auch, weil gar kein Diesel- oder Erdgasmotor mehr vorgesehen ist. Aktuell steht bei vielen Anbietern der konventionelle Verbrennungsmotor für Europa bei Linienbussen zur Disposition, denn die EU hat neue Grenzwerte für den Schadstoffausstoß von PKW, Motorrad, Lkw und eben auch den Bus beschlossen. Das Votum des Europäischen Parlaments war eindeutig: Mit großer Mehrheit stimmten die Abgeordneten dafür, dass der Ausstoß von CO2 bei neuen Nutzfahrzeugen sinken soll, bis 2025 um durchschnittlich 15 Prozent im Vergleich zu heute. Hersteller und Analysten sowie Wissenschaftler sind sich einig, in der Stadt werde zeitnah ein elektrischer Antrieb dominieren. Ob und wie der Verbrennungsmotor mit Gas noch in städtischen Randbereichen eine Rolle spiele, werde die Zeit zeigen. Den werden die Niederländer auf NAchfrage anbieten, denn sie sind ja durchaus geschäftstüchtig. Primär werden es aber Elektrobusse sein, für die die MArke steht. Für die Niederländer und VDL geht es eindeutig in eine elektromobile Zukunft, die Zahl der bestellten Elektrobusse steigt seit Jahren bei VDL an, das Team unter der Leitung von henk Coppens gehört zu den Vorreitern und Vordenkern der Elektrifizierung von Linienbussen. Über 700 Elektrobusse sind europaweit in Städten im Einsatz. Seit 2008 ist VDL in einem im wahrsten Sinne spannenden Bereich unterwegs, denn da engagierte man sich im Projekt “De Auto van de Toekomst Gaat Rijden”, das den Phileas hervorbrachte. Als VDL dann auf der 60. UITP in Genf vor sieben Jahren den ersten Citea Electric präsentierte, schmunzelte die Branche über das Ansinnen der Niederländer. Das hat sich mittlerweile geändert, aktuell wird der Elektrobusprimus ganz genau beäugt. Was wird die neue Generation an Innovationen mit sich bringen? Etwas ganz Innovatives solle es werden, modular konzipiert und vorerst auf vier Längen beschränkt. Die Niederländer, als findige Kaufleute bekannt, versprechen neben den Vorteilen bei den Total Costs of Ownership ein nachhaltiges Konzept mit neuester Technik und Sicherheit. Das Thema Leichtbau werde weiter bespielt, eine innovative Seitenwandkonstruktion aus Verbundwerkstoffen werde den neuen Elektrobus deutlich leichter machen. Wer sich an die Leichtbau-Sandwich-Konstruktion für Dächer erinnert, die VDL verbaut, ahnt, dass man hier einen Schritt weiter gegangen ist. Rund 15 Prozent weniger Gewicht kündigt VDL für die neue Seitenwand an. Jetzt wird auch klar, warum die Batterien im Boden verbaut werden, denn nur so kann eine Leichtbauwand realisiert werden, die nach aktuellem Stand der Dinge die Lasten der Batterien vom Dach nicht übernehmen bzw. tragen könnte. VDL verspricht durchaus etwas mehr Kapazität und punktet damit, denn Elektrobusse, die vom konventionellen Fahrzeug abgeleitet wurden, bringen zur Zeit noch zu viel Gewicht auf die Waage und können dementsprechend vergleichweise weniger Fahrgäste mitnehmen. Zu einem optimierten Energiemanagement und Energieverbrauch gehört zweifelsohne auch ein schnittiges, sprich stromlinienförmiges Design, was VDL durchaus schon mit dem Citea SLFA anbietet. Wer das erste Bild der neuen Generation anschaut, der erkennt schon jetzt, dass die neue Generation des VDL Citea eine runde Sache werden wird. (VDL/PM/Schreiber)

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