Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer Augsburger Stadtwerke, Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Hartmut Schick ließen sich den Mercedes-Benz Citaro NGT schmecken. Foto: Daimler

Rückrufaktionen in der Pkw-Welt sind nichts Unbekanntes. Jetzt gibt es auch eine in der Buswelt, wie die Augsburger Stadwerke melden: Mercedes-Benz ruft die neuen Erdgas-Citaro zurück in die Werkstätten. Vor einem Jahr übergab Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses, im Beisein des Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl den symbolischen Schlüssel für zwölf Mercedes-Benz Citaro NGT (Natural Gas Technology) an Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der Augsburger Stadtwerke. Nicht die neue Antriebstechnik, sondern die der Türen sei für den Rückruf verantwortlich, wie es aus Augsburg heißt. Die Stadtwerke Augsburg müssen alle 23 Citaro-Busse aus ihrer Omnibusflotte vorübergehend außer Betrieb nehmen. Das ist mehr als ein Viertel aller Omnibusse. Die Blockierung der Türen könne sich selbst ausschalten, sodass es sein könnte, dass sich Türen während der Fahrt öffnen, wenn sich jemand ungünstig dagegen lehnt. Seit einer Woche stehen die Busse still, noch gibt es keine technische Lösung. Sorgen müssten sich Fahrgäste am Freitagmorgen laut Stadtwerken aber nicht machen. In der Fuggerstadt seien ausreichend Linienbusse im Einsatz und außerdem sei es bisher zu keiner kritischen Situation mit den Türen gekommen. Die Rückrufaktion betrifft laut den Augsburgern europaweit rund 220 Busse der neuen Generation des Typs Citaro. In Augsburg waren die Busse im vergangenen März und November in Betrieb genommen worden. Allerdings hatte es schon damals Probleme mit der Türsteuerung gab, wie seinerzeit bei Testfahrten festgestellt wurde: Die Türverriegelung hob sich kurz nach dem Anlassen von Bussen in einigen Fällen selbst auf.

 

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