Plant Volkswagen den Börsenstart der Lkw-Sparte, zu der auch die Omnibusse von MAN, Neoplan und Scania gehören? Fotos: MAN, Lehmann; Montage: omnibus.news

Will Volkswagen die Lkw-Sparte, zu der auch die Omnibusmarken MAN, Neoplan und Scania gehören, abspalten und an die Börse bringen? Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernkreise am Sonntag berichtet, werden bereits Vorbereitungen für einen potentiellen Börsengang der Nutzfahrzeugsparte getroffen. Die Volkswagen Truck & Bus GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG und gehört mit ihren Marken MAN, Scania, Volkswagen Caminhões e Ônibus und RIO zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern. Das Angebot umfasst leichte Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse, die an 25 Standorten in 17 Ländern produziert werden. Noch in diesem Monat solle mit der Umwandlung der Volkswagen Truck & Bus GmbH in eine Aktiengesellschaft das Fundament dafür geschaffen werden. Volkswagen will damit die so genannte „Kapitalmarktfähigkeit“ erreichen. In einem nächsten Schritt sollten Investmentbanken engagiert werden, um bei Investoren für den Geschäftsbereich mit rund 80.000 Mitarbeitern zu werben. „An der Börse soll die Aktie dann im Frühjahr kommenden Jahres erstmals gehandelt werden“, zitierte das Handelsblatt einen Manager, der ungenannt bleiben wollte. Beschlossen sei der Börsengang aber nicht, berichtete das Handelsblatt in Zusammenhang mit dieser Meldung noch.Bevor dies der Fall sei, wären noch weitere Beschlüsse des Vorstands und des Aufsichtsrats nötig. Außerdem müsste der Betriebsrat eingebunden werden, was aber schon in den kommenden Wochen geschehen solle. Wenn die Lkw-Sparte an die Börse gebracht wird, dann dürfte Volkswagen nach Wirtschaftsexperten damit einen zweistelligen Milliardenbetrag verdienen. Interesse dürfte bei Anlegern durchaus bestehen, denn 2016 hatte die Lkw-Sparte die operative Rendite auf 6,1 Prozent gesteigert, MAN meldete für 2016 eine Absatzsteigerung von 5 Prozent, Scania lag 6 Prozent über dem Vorjahr.

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