Mercedes-Benz Tourrider: Ein Bus, zwei unterschiedliche Ausstattungslinien. Foto: Daimler, Montage: omnibus.news

Neues vom Tourrider, dem neuen Reisebus von Mercedes-Benz für den nordamerikanischen Markt. Wahlweise als Business oder Premium erhältlich ist die jeweilige Variante schnell am Design und den Ausstattungsdetails zu schon rein äußerlich zu erkennen.

Typisch Mercedes-Benz, das Markengesicht der Omnibus-Baureihen mit Stern verrät sich beim Tourrider über den Frontgrill, die Scheinwerfer und die Spiegel. Nur die 6 cm (2,34 inch) mehr Höhe der Premium-Variante sind mit bloßem Auge nicht direkt zu erkennen.

Natürlich wirkt immer wieder der markante im Grill der Frontmaske, er zieht die Blicke auf sich. Den Grill selbst beziehungsweise dessen formale Gestaltung will uns der Text der Pressemappe als Motiv verkaufen, das nicht zufällig an den legendären Sportwagen Mercedes-Benz 300 SL mit Flügeltüren erinnert. Es bleibt das Geheimnis des Verfassers des Textes, wie hier der legendäre Flügeltürer wiederzuerkennen ist.

Ganz eindeutig zu unterschieden und damit zu erkennen sind die beiden Baureihen an ihren Scheinwerfern, auch wenn sie ein identisches Gehäuse benutzen. Auf den Inhalt kommt es wie so oft an, der  Tourrider Business nutzt einzelne LED-Kalottenscheinwerfer. Und für den Tourrider Premium gibt es die LED-Integral-Scheinwerfer (links im Bild der Fotomontage).

Die Windschutzscheibe präsentiert sich beim neuen Reisebus für Nordamerika ganz traditionell reparaturfreundlich und landestypisch zweigeteilt. Bei den Spiegeln setzt Mercedes-Benz je nach Version auf tief angesetzte Exemplare (Business, rechts im Bild) oder hängende Integralspiegel, die dann noch in der Karosseriefarbe lackiert werden. Ein Kamera-Monitor-System, wie es derzeit in Europa verstärkt Einzug hält, ist nach Aussagen im Rahmen der online Premienveranstaltung nicht vorgesehen.

Viele Fragen gab es zur gestrigen Meldung in Bezug auf die dritte Achse. Sie ist als aktiv gelenkte Nachlaufachse mit Einzelradaufhängung ausgelegt. Im Tourrider sei jedermann willkommen, wie Mercedes-Benz noch mitteilt. Auf Wunsch gibt es an Bord zwei Rollstuhlplätze. Der entsprechende automatische Hublift ist über der Antriebsachse verbaut. Wenn sich der Kunde dafür entscheidet, ist eine entsprechende Tür in der Breite des Kasten über der Achse natürlich auch Teil der Ausstattung.

Und für die in der letzten News angedeutete Unterhaltung an Bord stehen auf Wunsch unten zwischen den Doppelsitzen jeweils eine USB-Doppelsteckdose oder/und 110-Volt-Steckdosen zum Aufladen der elektronischen Endgeräte bereit. Das Erreichen dürfte bei 2,60 m Breite etwas bequemer ausfallen. Der Fahrgastraum besitzt einen ebenen Boden, die Toilette (und auf Wunsch auch eine Küche) sind im Heck verbaut.

Gleich mehrere kritische E-Mails merkten an, dass die Marke Setra in den USA sehr wohl eine lange Tradition habe, man möge sich doch bitte an den legendären Golden Eagle erinnern. Und ein Insider sprach von dreistelligen Absatzzahlen in guten Zeiten, also nicht in den Jahren, die coronabedingt die ganze Busbranche und Reisebusse in die Knie zwangen. Man hätte doch für die Premium-Version auch das Label Setra fortführen können. Stimmt, da hat Daimler gute Erfahrungen, denn der Maybach-Benz macht es ja vor. (DaimlerBuses/Mercedes-Benz/omnibus.news/Sr)

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