Kann die Busbranche mit den Nachbesserungen bei den Überbrückungshilfen wieder zum Leben erweckt werden? Benedikt Esser (li.) und Hermann Meyering (2.v.re.) sind noch in Sorge. Foto: Schreiber

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Bundesfinanzministerium (BMF) haben mit Blick auf die Hilfen für Busunternehmer nachgebessert, nach dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmersehen aber auch der Internationale Bustouristik Verband RDA und die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) dies als einen Erfolg ihrer Arbeit an. In einem Schreiben an den Bundeswirtschaftsminister und weitere Minister aus dem Bundeskabinett habe man diese nötigen Nachbesserungen gemeinsam eingefordert, damit die Busbranche eine Zukunft habe. So wurde die Höchstgrenze der Förderung für Unternehmen bis 10 Mitarbeiter von 3.000 bzw. 5.000 Euro pro Monat ersatzlos gestrichen und die Umsatzeinbruchsgrenzen gesenkt. Künftig sind Unternehmen antragsberechtigt, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben. Außerdem werden die Fördersätze und die Personalkostenpauschale erhöht. Hermann Meyering wertet die Verlängerung und Verbesserung der Überbrückungshilfen als Erfolg der Arbeit des Internationalen Bustouristik Verbandes RDA und der Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk), aber: „Doch damit sind die Busreiseveranstalter längst noch nicht gerettet“, stellt Hermann Meyering als gbk-Vorsitzender fest. „Deshalb muss bei der Erstattung der Vorhaltekosten für eigenfinanzierte Reisebusse nachgelegt werden und die monatlichen Überbrückungshilfen von maximal 50.000 Euro müssen auf jede Betriebsstätte eines Unternehmensverbundes ausgeweitet werden.“ Und RDA-Präsident Benedikt Esser ergänzt: „Wer meint, dass diese Modifikationen ausreichen werden, um die Strukturen der mittelständischen Reisebusunternehmen zu erhalten, liegt einmal mehr falsch. Wie ich das bereits in der Sitzung des Tourismusbeirats des BMWi am 7. September dem Tourismusbeauftragten der Bundesregierung Thomas Bareiß auf Basis des RDA Branchenbarometers erklärt habe, liegt die Branche am Boden. Es ist jetzt höchste Zeit, aber wirklich alle Hindernisse bei der Überbrückungshilfe zu beseitigen, um den notleidenden Betrieben die bereitstehenden Mittel von rund 24 Milliarden Euro schnellstens zur Verfügung zu stellen”. (RDA/GBK/PM/Schreiber)

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