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Jetzt sind sie da, die Zahlen, die Auskunft über die neu zugelassenen Omnibusse des Jahres 2020 geben. Im Frühjahr sah es mit dem Einbruch auf 237 Neuzulassungen im April 2020 düster aus. Keiner mochte eine Prognose wagen, wie sich die Zahlen bis zum Jahresende entwickeln würden. Jetzt ist es amtlich: 6.549 Omnibusse wurden neu zugelassen. Jetzt man die 6.437 neu zugelassenen Omnibusse des Jahres 2019 dazu ins Verhältnis, dann waren es im Krisenjahr der Corona-Pandemie sogar Omnibusse mehr. Keine Fragen, den größten Anteil haben diesmal nicht die Reisebusse! Aber 888 neu zugelassene Omnibusse im Dezember 2020? Auch wenige Reisebusse haben daran ihren Anteil, viele Busunternehmer haben ihre Bestellungen für Neufahrzeuge geschoben, am Jahresende gab es dann kein zurück mehr. Und auch die Bushersteller sollen sich hart gezeigt haben, wie Busunternehmer vereinzelt berichteten, die aus den Aufträgen nach dem Schieben letztendlich doch aussteigen wollten. Wahrscheinlich verschieben sich die Auswirkungen der Pandemie mit Blick auf die Bestellungen bis in dieses Jahr, so wie die Pandemie selbst. Grundlage der Zahlen ist die Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) sowie die Zahlen von CME Chatrou Solutions. Das KBA ist als so genannte Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit seinem Stammsitz in Flensburg die nördlichste Bundesoberbehörde Deutschlands. Auch wenn die Randlage etwas Anderes vermuten lässt, das KBA hat den zentralen Blick auf das Mobile: Ob das Entdecken unzulässiger Abschalteinrichtungen, die zu erhöhten NOx-Emissionen führen, ist es vielemehr das riesige Zahlenwerk, für das die Behörde bekannt ist. Als Kraftomnibus listet das KBA Kraftomnibusse (M2 oder M3) als Kfz, das nach seiner Bauart und Einrichtung zur Beförderung von mehr als neun Personen (einschl. Fahrzeugführer) und ihres Reisegepäcks bestimmt ist. Sie gliedern sich nach der zulässigen Gesamtmasse (bis 5 t = M2 und mehr als 5 t = M3), dem Aufbautyp (Ein- bzw. Doppeldecker und Gelenk- bzw. Niederflurbus), der Anzahl der Sitz- und/oder Stehplätze sowie weiteren Fahrzeugen mit besonderer Zweckbestimmung (wie bei M1 – Fahrzeugen, aber ohne “Rollstuhlgerecht”). Aus den vielen gesammelten Daten erstellt die Behörde immer wieder Statistiken. Monat für Monat kann man die Zulassungen verfolgen und am Jahresende eine Bilanz ziehen. Ganz nüchtern im Amtsdeutsch klingt das dann so: Auf dem Nutzfahrzeugmarkt lagen ausschließlich die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) (+2,2 %) und die Kraftomnibusse (+0,4 %) über dem Vorjahresniveau. Die Lastkraftwagen (Lkw) (-14,1 %) und Zugmaschinen insgesamt (-7,4 %), darunter Sattelzugmaschinen (-32,8 %) schlossen das Jahr mit einem Minus ab. Wie sieht es nun mit dem 1., 2. und 3. Platz aus? Verändert sich das Ranking im Vergleich zum Vorjahr? 2019 ging Platz 1 an Daimler Buses, Platz 2 an MAN und Platz 3 an Iveco Bus. Die Details zu den einzelnen Herstellern und die Anzahl der neu zugelassenen Elektrobusse in Deutschland im Jahr 2020 gibt es in Kürze hier auch auf omnibus.news.  (KBA/PM/Sr)

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