Die Reisebus-Branche liegt am Boden und eine Insolvenzwelle droht. Jetzt kündigt RDA-Präsident Esser eine Verlängerung der Hilfen bis zum Jahresende an. Foto: Schreiber, Montage: omnibus.news

Der Internationale Bustouristik Verband (RDA) fordert im BMWI-Tourismusbeirat ein Ende der Busreiseverbote und eine Verlängerung der Überbrückungshilfen. Die soll es jetzt bis zum Jahresende geben, wie der RDA-Präsident Benedikt Esser mit einem Post in den sozialen Netzwerken erklärte. „Für uns ist ein Bekenntnis der Bundesregierung, die Überbrückungshilfen bis zum Jahresende fortzuführen, das Wichtigste. Zwei Drittel der Busreiseveranstalter verzeichnen für das zweite Halbjahr 2021 nicht mehr als 10 % der Buchungen im Vergleich zu 2019. Aus eigener Kraft schaffen wir es nicht ohne Hilfen“, so Esser. Und auch weitere Aussagen stimmen zuversichtlich, wie die nachfolgende Aussagen im Post des RDA-Präsidenten zeigen: In der gestrigen Sitzung des Tourismusbeirates des Bundeswirtschaftsministeriums stellte der Parlamentarische Staatssekretär und Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Thomas Bareiß den Zeitplan zur Einführung des digitalen Impfpasses und die Vorbereitungen der neuen Einreiseverordnung vor, wie Benedikt Esser weiter mitteilt. Nach Einschätzung von Staatssekretär Dr. Thomas Steffen aus dem Bundesministerium für Gesundheit bessere sich die Lage zwar langsam, sei aber weiterhin nicht gut. Seiner Ansicht nach werde es noch einige Zeit dauern, bis alle Bundesländer unterhalb des für die Bundesnotbremse festgelegten Inzidenzwertes von 100 liegen. Bezüglich der Einführung des digitalen Impfpasses gehen die Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums derzeit davon aus, dass ein digitaler europäischer Impfnachweis spätestens zu Beginn der Sommerferien zur Verfügung gestellt werden kann. Zudem werde es auch weiterhin den gelben WHO-Impfnachweis in Papierform geben. RDA Präsident Benedikt Esser erklärte als ständiges Mitglied des Tourismusbeirats, dass es mit Blick auf die sehr schwachen Buchungszahlen in der Bus- und Gruppentouristik für das zweite Halbjahr 2021 und die zu erwartenden wirtschaftlichen Belastungen durch den kommenden Winter unerlässlich sei, die Überbrückungshilfen bis zum Jahresende zu verlängern. Außerdem betonte er die grundsätzliche Notwendigkeit, die generellen Busreiseverbote aufzuheben, da diese ohne verfassungsrechtliche Grundlage seien. Allerdings dürfe es nicht zu einem Flickenteppich durch die Kopplung von Busreisen an lokale Inzidenzwerte kommen, denn das würde Busreisen praktisch unmöglich machen. Vielmehr forderte Esser die Gleichstellung der Reisebusverkehre mit den Fernbus- und Bahnverkehren, die auch unabhängig von Inzidenzen bundesweit stattfinden. (RDA/Esser/PM/Sr)

Staatssekretär Thomas Bareiß (weißes Hemd) im Mai 2020 bei der großen Bus-Demonstration in Berlin. Im letzten Jahr waren zu diesem Zeitpunkt die nötigen Hilfen für die Busbranche noch nicht ausgesprochen. Vis-a-vis steht RDA-Präsident Benedikt Esser. Foto: Schreiber

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