Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing (Mitte) übergab Förderbescheide für die Beschaffung von klimafreundlichen Bussen. Foto: BMDV

Wie die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) mitteilte, ist sie als eines von acht Verkehrsunternehmen in Deutschland, dass eine Förderzusage von Bundesverkehrsminister Volker Wissing erhalten hat. Der Bund fördert bei der BSAG mit 22 Millionen Euro geplante 50 E-Gelenkbusse, die die bestehende Flotte von 20 Elektrobussen (die nach Angaben der BSAG bis Ende 2022 in Bremen im Einsatz sein werden) ergänzen sollen.

Wenn die neuen Elektrobusse in der Hansestadt angekommen sind, wird mit den dann insgesamt 70 Elektrobussen fast ein Drittel der bestehenden Busflotte mit Strom betrieben. “Ich freue mich über die Förderung durch den Bund”, erklärte Bremens Mobilitätssenatorin und BSAG-Aufsichtsratsvorsitzende Maike Schaefer. Und auch Thorsten Harder, technischer Vorstand der BSAG, freut sich über die finazielle Unterstützung, mit der der nächste Schritt zu einem lokal emissiuonsfreien ÖPNV in Bremen möglich werde.

Die Millionen für die BSAG sind Teil eines Förderpakets, das der Bundesverkehrsminister am Donnerstag an die Verkehrsbetriebe übergeben hat. Insgesamt investiert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr rund 600 Millionen Euro für die Beschaffung von klimafreundlichen Bussen. Rund 1.700 Busse sollen mit der 2021 gestarteten “Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr” von den Verkehrsunternehmen beschafft – davon rund 1.400 Batterie-, 150 Brennstoffzellen-, 50 Oberleitungs- und 100 Gasbusse.

Neben der BSAG aus Bremen gab es Fördergelder für die AeroGround Flughafen München GmbH (72 Batteriebusse), die Berliner Verkehrsbetriebe BVG (350 Batteriebusse), die Stadt Esslingen am Neckar (51 Batterie-Trolleybusse), die Kieler Verkehrsgesellschaft (50 Batteriebusse), die Regionalverkehr Köln GmbH (108 Brennstoffzellenbusse), die Stadtwerke München (71 Batteriebusse) und die Transdev GmbH Berlin (325 Batteriebusse, 40 Brennstoffzellenbusse, 110 Biomethan-Gasbusse).

Zuvor wurde beirets von den Verkehrsbetrieben in Hamburg, der Hamburger Hochbahn AG und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein GmbH (VHH) in einer eigenen Medlung kommuniziert, dass sie für den Kauf von 472 neuen Elektrobussen vom Bund entsprechende Unterstützung erhalten. Die aktuellen Bescheidübergaben bilden den Auftakt der Bearbeitung des ersten Aufrufs aus dem vergangenen Jahr. Weitere Anträge sind derzeit in der Bearbeitung. Der zweite Förderaufruf befindet sich derzeit in Planung und soll noch im zweiten Quartal 2022 veröffentlicht werden.

Ohne Elektromobilität sei die Verkehrswende mit dem Ziel eines klimafreundlichen ÖPNV nicht zu realisieren, da sind sich alle Beteiligten in der Politik und in den Verkehrsbetrieben einig. Seit 2021 fördert das BMDV im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Personenverkehr“ die Umstellung von Busflotten auf klimafreundliche Antriebe. Bis 2024 stehen hierfür Mittel in Höhe von rund 1,25 Milliarden Euro zur Verfügung, ergänzende Mittel sind für 2025 vorgesehen.

“Unser Ziel ist, dass 50 Prozent der Stadtbusse bis 2030 mit alternativen, klimafreundlichen Antrieben unterwegs sind. Es freut mich, dass die Verkehrsunternehmen diese große Herausforderung gemeinsam mit uns angehen,” so Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing bei der Übergabe der ersten  Förderbescheide für die Beschaffung von klimafreundlichen Bussen am 7. April 2022.

Das Förderprogramm ist technologieoffen gestaltet, um für jeden Einsatzkontext die passende Technologieoption zur Verfügung zu stellen. Im Fokus steht der Umstieg auf batterieelektrische und brennstoffzellenbasierte Busse. Der Bund übernimmt bis zu 80 Prozent der Mehrkosten, die gegenüber konventionellen Vergleichsfahrzeugen entstehen – und auch der Aufbau der jeweils notwendigen Infrastruktur ist Teil der Förderung. Förderfähig sind darüber hinaus Machbarkeitsstudien, die ermitteln, wie am jeweiligen Standort die Umstellung auf alternative Antriebe gelingt. (BSAG/BDMV/PM/Sr)

 

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