Ab 2020 im Dienste der Autostadt unterwegs: Ein restaurierter Büssing, der einst im Werksverkehr für Volkswagen fuhr. Foto: Autostadt/Westphal

Nach der Vollrestauration der Elektrik durch Auszubildende der Volkswagen Akademie Salzgitter und der MAN Academy nahm Roland Clement, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autostadt in Wolfsburg, den historischen Büssing Bus wieder entgegen. Foto: Autostadt/Landmann

Nach der Vollrestauration der Elektrik unter Beteiligung von Auszubildenden der Volkswagen Akademie Salzgitter und der MAN Academy nahm Roland Clement, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autostadt in Wolfsburg, einen historischen Büssing Bus entgegen. „Es ist bemerkenswert, mit wie viel Leidenschaft, Hingabe und Fachwissen dieses Team aus jungen Menschen und Wissensträgern sich unserem Bus gewidmet hat”, sagt Clement mit Blick auf das Fahrzeug stolz, „und da Oldtimer nicht rasten, sondern auch rollen sollen, werden wir genau das umsetzen: Wir bringen den Bus wieder auf die Straße und machen mobile Geschichte erlebbar. Dieser Bus wird unsere Gäste sowie die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger begeistern.” Bis zum 28. April 1978 war er auf Volkswagen zugelassen, dann verlor sich seine Spur. Wiederentdeckt wurde der Büssing-Bus dann Anfang der 1990er Jahre. Die Autostadt hat den historischen Werksbus von einem privaten Sammler gekauft. „Wir freuen uns, gerade diesen Büssing als ersten Bus überhaupt in unserer Sammlung zu haben“, erklärt Clement. „Für viele Wolfsburger ist der alte Büssing ein Stück automobiler Stadtgeschichte und damit ein Meilenstein, der natürlich in die Autostadt gehört“, so Clement weiter. Der Büssing ist der erste Bus für die Sammlung des ZeitHauses der Autostadt. Ayse Abaci, Timo Penther und Pascal Cieply, angehende Elektronikerinnen und Elektroniker für Automatisierungstechnik kümmerten sich mit weiteren Nachwuchskräften aus der technisch-gewerblichen Berufsausbildung um das Innenleben dieses besonderen Oldtimers: „Wir haben zum Beispiel das Armaturenbrett komplett neu verdrahtet und montiert”, berichtet Ayse, die sich wie ihre Kollegen auch einigen Herausforderungen stellen musste. „Für die Rückleuchten mussten wir komplett neue, spritzwassergeschützte Verteilerdosen setzen und die teilweise falsch verlegten Leitungen ordnen und neu dimensionieren”, so Pascal, während Ayse ergänzt: „Die Querschnitte der Leitungen und ihre Farben waren stellenweise nicht korrekt. Wo normalerweise ‚Masse‘ braun ist, war sie im Bus blau”. „Hinzu kommt, dass wir viele Leitungen unter dem Boden von vorn nach hinten verlegt haben, damit sich die Türen wieder öffnen ließen”, so Timo, der dennoch mit Begeisterung auf dieses Projekt zurückblickt: „Es ist großartig, ein Teil der Geschichte dieses besonderen Busses geworden zu sein.” Auch Dr. Christoph Lerche, Leiter der Volkswagen Akademie Braunschweig/Salzgitter, freut sich über dieses nun realisierte Projekt und betont gleichzeitig die Praxisnähe der Ausbildung: „Sie ist bei uns ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. Viele Vorhaben werden durch unsere Auszubildenden und Studenten im Praxisverbund umgesetzt. Die gemeinsame Arbeit mit den MAN-Auszubildenden bietet die Möglichkeit, Einblick in die Technik eines Oldtimers zu erhalten und gleichzeitig viel über die Kultur und Kompetenz der jeweils anderen Konzernmarke zu erfahren.” Im Frühjahr 2020 kehrt der Bus auf die Straßen Wolfsburgs zurück, denn in Kooperation mit der Wolfsburger Verkehrs-GmbH können Interessierte den Bus für Fahrten durch das Stadtgebiet und die Region buchen.

Der Fahrerplatz in den 70er Jahren war durchaus einfacher… Foto: Autostadt/Westphal

Für den Einsatz im Werksverkehrs waren die Sitze mehr als ausreichend. Foto: Autostadt/Westphal

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