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Die Büssing-Legende im Maßstab 1/87 von V&V. Foto: Schmidt

Die Büssing-Legende im Maßstab 1/87 von V&V. Foto: Schmidt

Matthias Schmidt von modell-mobil aus Dresden bietet den legendären Büssing-Haubenbus mit Wumag-Aufbau in87-facher Verkleinerung an, der einst das Stadtbild in Dresden prägte. Der von V&V in Kleinserie aufgelegte Modellbus zeichnet einen der zehn von der Dresdner Straßenbahn AG von 1937 bis 1939 beschafften Dreiachser nach. Der Omnibus wurde von Wumag aus Görlitz auf einem Niederrahmenchassis von Büssing aufgebaut. Der Ganzstahlaufbau wurde von 2000 Nieten zusammengehalten und war seinerzeit ebenso modern wie der kurze Faltenbalg, mit dem die Motorhaube an die Karosserie angebunden war. Unter der Haube werkelte ein Büssing GD 6 Dieselmotor, der seine 135 PS aus 13540 Kubikzentimetern schöpfte. Die erlaubten eine Höchstgeschwindigkeit von 44 km/h – was den Fahrgästen seinerzeit in dem großzügig mit Holz ausgestatteten Fahrgastraum egal gewesen sein dürfte, denn Hauptsache man war mobil und konnte einen Teil des Weges mit dem Bus bestreiten. Bei einer Fahrgestelleigenmasse von knapp 11 Tonnen und einem zulässigen Gesamtgewicht von 17,4 Tonnen hatte der Dreiachser einen Verbrauch von 58 Litern auf 100 Kilometern. Im Mai 1945 waren nach den Kriegswirren noch vier völlig zerstörte Busse vorhanden. Unter erschwerten Bedingungen wurden die Dreiachser wieder alltagstauglich gemacht, im Oktober 1949 nahmen sie ihren Betrieb auf. Bis 1961 waren die Büssing-Hauber auf verschiedenen Linien in Dresden im Einsatz. Die Baunummer 4, der heute noch existierende Oldtimer, wurde noch zehn Jahre weiter benutzt, wenn auch nur als Fahrschulwagen. Danach wurde der Bus außer Dienst gestellt mit dem Ziel, ihn als Sachzeuge der Entwicklung im Verkehrswesen der Nachwelt zu erhalten, wie es seinerzeit in einem Papier der Verkehrsbetriebe hieß. 1985 begann man in den volkseigenen Werkstätten der Verkehrsbetriebe der Stadt Dresden mit einer umfangreichen Rekonstruktion und dem Wiederaufbau des maroden Omnibusses. Am Traditionsfahrzeug wurde mit viel Fleiß und Engagement gearbeitet, um den alten Büssing wieder zum Brüllen zu bringen. Im Oktober 1986 strahlt der Bus wie frisch aus der Fabrik gekommen. Ein VEB-Infoblatt berichtet in diesem Zusammenhang, dass die mehr als 10.000 Stunden und das ein gutes Dutzend große Arbeitskollektiv mehr als gerechtfertigt wären. Auch bei der kleinen Ausführung hat sich V&V sehr viel Mühe gegeben. Hier geht es zum Onlineshop von modell-mobil Dresden und dem Büssing NAG 900N.

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