Die BRN Busverkehr Rhein-Neckar, einer Tochter der Deutschen Bahn, erprobt den Elec City von Hyundai. Foto: BRN

Die BRN Busverkehr Rhein-Neckar GmbH, eine Tochter der Bussparte der Deutschen Bahn, erprobt derzeit im Rhein-Neckar-Kreis einen mit Wasserstoff betriebenen Bus. „Bei Verkehrswende und Klimaschutz ist der ÖPNV bedeutender Faktor. Wir erproben deshalb, was unseren Verkehr noch umwelt- und klimafreundlicher macht. Wasserstoff kann dabei für Regionalbusse eine wichtige Antriebstechnik werden“, sagte BRN-Geschäftsführer, Manfred Hovenjürgen, während einer Probefahrt in Weinheim an der Bergstraße vom Hauptbahnhof zur Wachenburg.

Volkhard Malik, Geschäftsführer Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN): „Wir freuen uns, dass BRN einen Wasserstoffbus und damit eine alternative Antriebsform im VRN Verbundgebiet testet. Wir sind gespannt, wie sich ein Brennstoffzellenbus im tatsächlichen Betrieb verhält. Nachhaltige, emissionsfreie Busverkehre sind zukunftsweisend und damit auch Investitionen in Neuerungen, die im öffentlichen Interesse liegen, die wir sehr gerne unterstützen.“

Weiterer Vorteil ist der leise Betrieb: Bis zu 34 Kilogramm Wasserstoff in Tanks auf dem Dach und eine Brennstoffzelle sorgen für den nötigen Strom, mit dem der Elektromotor knapp 250 PS auf die Straße bringt. Mit dieser Technik ist der Bus deshalb deutlich leiser unterwegs. Das erhöht auch den Komfort für die Fahrgäste. Der Bus tankt an der OMV-Tankstelle in der Speyerer Straße in Heidelberg und fährt damit rund 500 Kilometer.

Der elf Meter lange Wasserstoffbus ist noch bis Dienstag, 16. November 2021, im Linienverkehr im Rhein-Neckar-Kreis im Einsatz. Durch die Probefahrten erhofft sich die BRN vertiefte Erkenntnisse über den Verbrauch des Fahrzeugs, die Reichweite einer Tankfüllung sowie über die Dauer der Tankvorgänge. Mitarbeiter des Herstellers und eigene BRN-Trainer schulen die Fahrer:innen auch in den besonderen Fahreigenschaften.

Bis 2040 will die DB in allen Unternehmensbereichen klimaneutral aufgestellt sein. Dafür erprobt die Bahn intensiv neue Kraftstoffe sowie alternative Antriebstechnologien. Jüngere Zugflotten im Fern-, Regional- und Güterverkehr sowie Investitionen in den Betrieb sorgen für weniger CO2.

Technologieoffene Pilotprojekte konzentrieren sich auf einen grüneren Nahverkehr auf Straße und Schiene. Geplant sind u.a. die Umstellung von Busflotten, der Bau neuer Infrastrukturen für Akku-Züge, die Versorgung von Brennstoffzellen-Zügen mit Wasserstoff, sowie der Einsatz synthetischer Kraftstoffe auf Straße und Schiene. (Hyundai/DBRegioBus/BRN/PM/Sr)

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