Nach ersten runden in der City fährt der Easymile zukünftig im neuen Mannheimer Stadteil Franklin. Foto: RNV

Im neu entstehenden Stadtteil Franklin in Mannheim soll das 145 Hektar große Wohngebiet mit einem autonom und rein elektrisch fahrenden Minibus erschlossen und an das ÖPNV-Netz der Stadt angebunden werden. Das Angebot sieht die so genannte “letzte Meile” bis zur Haustür vor. Ende 2017 wurde die Vereinbarung zur Umsetzung des Pilotprojektes vom Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), der städtischen Entwicklungsgesellschaft MWSP und der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) unterzeichnet. Derzeit werden in einer ersten Phase die Zulassung des Elektro-Fahrzeugs vorangetrieben und die technischen Voraussetzungen für dessen Betrieb geschaffen. Dazu zählt auch die Infrastruktur für das Aufladen der Batterie. Außerdem wird es in Kürze eine App geben, auf der Nutzer und Interessierte schon erste Informationen zum Pilotprojekt abrufen können. Ab Start kann so der Minibus bis vor die Haustür bestellt werden. In den ersten Monaten soll der Minibus noch keine Passagiere befördern. “In der eigentlichen Testphase ab dem Frühjahr 2019 startet dann der Betrieb mit Fahrgästen”, so Lea Schmitt, Projektbetreuerin der MWSP. Und wie bei derzeit laufenden Fahrten mit autonom fahrenden Minibusse üblich, wird auch in Mannheim eine gesetzlich vorgeschriebene Begleitperson an Bord sein. Nach erfolgreicher Testphase wolle man in Mannheim ohne Personal an Bord auszukommen, wie man bei RNV betont. Die benötigten Minibusse gibt es bereits: Von VRN und RNV wurde vor über einem Jahr ein Easymile vorgestellt, der sechs Sitz- und sechs Stehplätze bietet. “Mit dem Angebot von RoboShuttles in einem bedarfsorientierten ÖPNV ‚auf Bestellung‘ lassen sich in Zukunft Gebiete erschließen, in denen ein klassischer Linienverkehr unrentabel wäre. Deshalb wollen wir frühzeitig die Möglichkeiten dieser Zukunftstechnologie bei der Erschließung von Franklin ausloten”, so RNV-Geschäftsführer Martin in der Beek.

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