Europapremiere bei der RVK in Köln: Der H2-Bus von Wirghtbus. Foto: Wrightbus

Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) hat in einer ersten Beschaffungsphase eine Bestellung von bis zu 100 wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Hybridbussen ausgelöst. Diese wurden durch die zuletzt bekanntgegebene Förderung durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr ermöglicht.

Bei der europaweiten Ausschreibung der wasserstoffbetriebenen Busse ging der Zuschlag für 20 garantierte und 20 optionale Busse an die Firma Solaris Bus & Coach S.A. sowie 20 garantierte und 40 optionale Busse an Wrightsus. „Durch die Förderung durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr und der zügigen Ausschreibung kommen wir unserem Ziel ‚Null Emission‘ mit großen Schritten näher“, so Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der RVK.

Mit Wrightbus wird, neben den Modellen von Van Hool und Solaris, ein weiterer Hersteller die Busflotte der RVK erweitern. Die nordirische Firma hat die 20 garantierten Fahrzeuge auf deutsche Verhältnisse angepasst, die Wasserstoff-Solo-Busse werden voraussichtlich Ende 2023 geliefert.

„Wir freuen uns (…) darauf, mit Wrightbus als einen weiteren Hersteller neue Erfahrungswerte zu sammeln – dies ist bei der Umstellung unserer Flotte von großer Bedeutung“, so Dr. Marcel Frank. Und weiter: „Wir haben aktuell Fördermittel des Bundes erhalten, um unsere Wasserstoffbusflotte bis 2025 auszubauen.” Wirghtbus habe ein wirtschaftliches Angebot samt Servicekonzept abgegeben, dies sei für die Erteilung des Auftrags an Wirghtbus entscheidend gewesen, wie es seitens der RVK heißt.

Die Busse werden im Rahmen der Förderrichtlinie Bus/Schiene des BMDV durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Wrightbus kann mit dem Auftrag aus Köln die angedachte Expansion weltweit fortsetzen.

Der RVK-Auftrag folgt unmittelbar auf einen Vertrag mit dem australischen Busaufbauhersteller Volgren. Wrightbus wird nach Australien die rollende Basis, sprich die Bodengruppe mit Wasserstoff-Antriebssträngen liefern. Jo Bamford, Vorstandsvorsitzender von Wrightbus: „Dieser Deal ist für uns in vielerlei Hinsicht von Bedeutung. Es ist nicht nur unser erster europäischer Auftrag seit meiner Übernahme von Wrightbus, sondern auch unser zweiter internationaler Auftrag in kurzer Folge, und es zeigt, dass Wrightbus auf der globalen Bühne eine große Rolle zu spielen wird.”

Um in Europa weiter wachsen zu können, setzt Wrightbus seit kurzem auf Jean-Luc Deflandre, der sich als Chief Commercial Officer besonders um das Geschäft in Europa kümmern wird. Im vierten Quartal 2022 werden voraussichtlich erste Wasserstoff-Gelenkomnibusse durch die RVK testweise erprobt, da diese aktuell noch nicht auf dem Markt verfügbar seien, wie die RVK im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe erklärte. (RVK/Wrightbus/PM/Sr)

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