Sofia kauft Elektrobusse bei bei der bulgarisch-chinesischen Bietergemeinschaft von Chariot Motors und Higer Bus. Foto: Chariot Motors

“Sofia beschafft im dritten Anlauf 30 Elektrobusse”, so titelt der Branchendienst für Elektromobilität electrive.net die Entscheidung der bulgarischen Hauptstadt, 30 Elektrobusse und zehn Ladestationen bei der bulgarisch-chinesischen Bietergemeinschaft von Chariot Motors und Higer Bus zu beschaffen. Die Bietergemeinschaft konnte sich damit gegen Solaris durchsetzten. Zuvor waren in Sofia zwei Ausschreibungen für Elektrobusse gescheitert, die erste Ausschreibung musste nach einem technischen Fehler in der Dokumentation gestoppt werden. Bei der zweiten Ausschreibung (über damals 52 Elektrobusse) ging für jedes der beiden ausgeschriebenen Lose jeweils nur ein gültiges Angebot ein. Daraufhin hat Stolichen Avtotransport, das öffentliche Busunternehmen der bulgarischen Hauptstadt,  die erneute Ausschreibung storniert. Nun scheint es endlich geklappt zu haben, aller guten Dinge sind bekanntlich drei, wie der Volksmund sagt. Wie das auf Südost-Europa spezialisierte Portal „SeeNews“ berichtet, hat die Sofia Public Electrical Transport Company in der vergangenen Woche einen Kaufvertrag mit der Bietergemeinschaft von Chariot Motors und Higer Bus unterschrieben. Das Konsortium hatte für die 30 Fahrzeuge und zehn Ladestationen in seiner Bewerbung 33,7 Millionen Lew netto veranschlagt, umgerechnet 17,2 Millionen Euro. Der zweite Bewerber, der polnische Elektrobushersteller Solaris, soll für seine Modelle und die Ladeinfrastruktur 46 Millionen Lew, also 23,5 Millionen Euro, verlangt haben. Andere Teilnehmer der Ausschreibung wurden zuvor von der Sofia Public Electrical Transport Company aussortiert und hatten dann kein finales Angebot abgegeben. Elektrobusse der Bietergemeinschaft sind in Sofia keine Unbekannten: Das erste europäische Elektrobusprojekt von Chariot Motors wurde von Mai 2014 bis Oktober 2015 in Sofia realisiert, auf der 11 Kilometer langen Linie 11 fuhr der Elektrobus aus Fernost im regulären Linienverkehr. In den als Chariot ebus vermarkteten Fahrzeugen kommt auch Technik aus Deutschland zum Einsatz, wie electrive.net schreibt. Angeboten werden zwei Antriebe in dem Zwölf-Meter-Solobus: Ein zentral verbauter Elektromotor von Siemens mit 180 kW, die PSM bietet bis zu 28.00 Nm Drehmoment und ist mit einer ZF-Achse kombiniert. Alternativ ist auch ein System mit zwei jeweils 125 kW starken Radnabenmotoren von ZF erhältlich. (electrive.net/SPETC/ChariotMotors/HigerBus/PM/Sr)

 

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