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Neue 12-Jahres-Studie aus der Schweiz: BEV-Busse sind FCEV-Bussen überlegen. Foto: BAV

Jetzt ist es amtlich: Batterieelektrische Busse sind gegenüber Bussen mit Brennstoffzellen oder Wasserstoff-Verbrennungsmotoren auch bei anspruchsvollen Strecken im Vorteil – sowohl in Bezug auf die Kosten als auch bei der Umweltbilanz. Dies hat eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) der Schweizer Eidgenossenschaft ergeben. Die drei Antriebsarten wurden dabei über eine Betriebszeit von 12 Jahren ausführlich miteinander verglichen. Bis vor kurzem war – mit Ausnahme der Trolleybusse – praktisch die ganze Busflotte der Schweizer Verkehrsbetriebe mit Diesel- oder Hybridantrieb ausgerüstet.

Aktuell ist die Umstellung auf fossilfreie Busantriebe im Gang. Auf diversen Strecken sind bereits batterieelektrische Busse im Einsatz – dies vor allem im städtischen Umfeld. Bei längeren Strecken ausserhalb der Stadtgrenzen oder Strecken mit steilen Abschnitten gestaltet sich ihr Einsatz herausfordernd. Im Rahmen einer vom BAV in Auftrag gegebenen Studie wurde deshalb untersucht, ob Busse mit Wasserstoff-Brennstoffzellen oder Wasserstoff-Verbrennungsmotoren gegenüber den Batteriebussen auf solchen Strecken wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller sein könnten.

Die Erkenntnisse sollen den Verkehrsbetrieben helfen, künftig die richtige Wahl für nicht-fossile Antriebe zu treffen. Die Studie wurde von der INFRAS AG durchgeführt. Dabei wurden die drei verschiedenen Antriebe ausführlich miteinander verglichen. Ausgegangen wurde von einer Betriebszeit von 12 Jahren, basierend auf der im Jahr 2030 voraussichtlich verfügbaren Technologie. Betrachtet wurden auch die dazu nötige Infrastruktur (vor allem Ladestationen und Wasserstoff-Tankstellen) sowie die klima- und umweltbezogenen Auswirkungen der Fahrzeug- und Batterieherstellung.

Es zeigte sich, dass batterieelektrische Busse gegenüber solchen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Wasserstoff-Verbrennungsmotor grundsätzlich im Vorteil sind. Dies sowohl bei den Umweltaspekten wie Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch als auch bei den Gesamtkosten. Batteriebusse stellen die umweltfreundlichste Lösung dar, selbst wenn ihre Reichweite etwas kürzer ist und für längere Tagesstrecken zusätzliche Fahrzeuge nötig sein können. Bei einer zweiten Verwendung der Batterien (z.B. als Speicherbatterie) nach deren Ausbau aus dem Bus fällt die Umweltbilanz des batterieelektrischen Antriebs noch besser aus.

Brennstoffzellenbusse erreichen eine ähnlich gute Klimabilanz wie die E-Busse, benötigen aber mehr Energie und verursachen eine tendenziell höhere Umweltbelastung. Busse mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor liegen klar hinten, vor allem wegen ihrer geringeren Effizienz. Auch bei den Gesamtkosten schneiden Busse mit Wasserstoff-Verbrennungsmotoren am schlechtesten ab. Sie sind zwar günstiger in der Anschaffung als Brennstoffzellen- und Batteriebusse, aber wegen der hohen Energiekosten und der teuren Tankinfrastruktur letztlich teurer.

Batterieelektrische Busse sind die kostengünstigste fossilfreie Option, Brennstoffzellenbusse liegen dazwischen. Auch der Verband öffentlicher Verkehr VöV hat kürzlich eine Studie zu Elektrobussen publiziert – diese konzentrierte sich allerdings eher auf einen aktuellen Technologievergleich und Umstellungsstrategien für Transportunternehmen, während die BAV-Studie einen umfassenden Vergleich der Antriebstechnologien hinsichtlich Kosten und Umweltauswirkungen anstrebt. Hier gibt es den Schlussbericht zum kostenloasen Download (externer Link). (BAV/Infras/PM/Sr)

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