Wolfgang Bernhard (2.v.r.) mit Hartmut Schick (3.v.r.), Leiter Daimler Buses, bei der Vorstellung des Future Bus in Amsterdam. Foto: Schreiber

Überraschung in Stutgart: Wolfgang Bernhard verzichtet auf die Verlängerung seines noch ein Jahr laufenden Vertrags und wird vom Aufsichtsrat sofort freigestellt. Seit Anfang der 90er Jahre hat Wolfgang Bernhard für Daimler gearbeitet, unterbrochen von einer kurzen Tätigkeit bei VW. Über seine Ambitionen nach dem Ausscheiden erklärte Wolfgang Bernhard, dass er nach mehreren Jahrzehnten in Konzernen künftig selbstständig arbeiten wolle. Und das möglicherweise auch als Investor. Keine Frage, das Ausscheiden Bernhards ist ein Verlust für Daimler. Gerade jetzt, denn das Geschäft mit Lkw glänzt zur Zeit nicht so richtig, wichtige Märkte schwächeln. Und Wolfgang Bernhard wäre genau der Manager, der die Lkw-Sparte durch die Krise führen könnte und flankierend noch die Kosten senken könnte. Bis zuletzt hat er keinen schlechten Job gemacht: Wolfgang Bernhard schaffte es in den vergangenen zwei Jahren trotz der Schwäche in fast allen Lastwagen-Märkten der Welt die Marge hoch zu halten. Außerdem trieb außerdem Zukunftsprojekte wie das „Autonome Fahren“ und „Elektromobilität“ in seiner Sparte voran. Das hat Wolfgang Bernhard, der als Wirtschaftsingenieur mit 42 Jahren im Daimler-Vorstand saß, bewiesen. „Wir bedauern diesen Entschluss, haben aber eine Anzahl hervorragender Führungskräfte, die die Nachfolge antreten können“, teilt der Daimler-Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Bischoff in einer Mitteilung zum Abschied Bernhards mit. Bis zur Bestellung eines Nachfolgers wird Konzernchef Dieter Zetsche selbst die Leitung des Geschäftsfelds übernehmen, zu dem auch die Sparte Daimler Buses zählt.

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