Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer (bdo)

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) hat am 18. Januar vor einem Komplettverbot des öffentlichen Personenverkehrs in Deutschland gewarnt. Unter anderem im Interesse der Beschäftigten in systemrelevanten Berufen, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, müssen Angebote zwingend weiter bestehen bleiben. Die Busunternehmen in Deutschland wollen auch in Zukunft ihren Beitrag dazu leisten, dass beispielsweise Polizistinnen und Polizisten oder Pflegerinnen und Pfleger sowie alle weiteren wichtigen Beschäftigtengruppen zur Arbeit gelangen können. Sollten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens – wie derzeit diskutiert – zeitlich verlängert oder inhaltlich vertieft werden, ist ein entsprechender finanzieller Ausgleich für die Verkehrsunternehmen notwendig. BDO-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard sagte dazu am Montag in Berlin: „Die Busbranche unterstützt weiterhin ausdrücklich den Kampf gegen die Corona-Pandemie. Gerade im Sinne des Gesundheitsschutzes sollte aktuell eher über eine Ausweitung des ÖPNV-Angebots nachgedacht werden, statt über Einschränkungen oder sogar ein Komplettverbot. Mit zusätzlichen Fahrten könnten die vielen systemrelevanten Beschäftigten, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, weiter zur Arbeit gelangen und Kontakte dabei bestmöglich reduziert werden. Mit solchen Angeboten, die kurzfristig ergänzt werden, haben zahlreiche Bundesländer im Schulbusverkehr bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Aus Sicht des bdo ist der öffentliche Personenverkehr auch und gerade in der Corona-Pandemie unverzichtbar. So bleibt es beispielsweise trotz Einschränkungen des öffentlichen Lebens dringend notwendig, dass auch Menschen ohne Pkw weiter zu wichtigen Arztterminen gelangen können. In Hinblick auf die essentielle Rolle von Busfahrerinnen und Busfahrern für die Mobilität in Deutschland wäre auch deren frühzeitige Impfung wichtig. (BDO/PM/Sr)

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