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Am 1. August 2017 trafen sich neben dem Jury-Vorsitzenden Christian Wiesenhütter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, Christoph Gipp, Geschäftsführer des IGES Instituts, Christian Löw, geschäftsführender Gesellschafter der Prima Klima Reisen GmbH, Anja Ludwig, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des bdo, Wolfgang Marahrens, Verkehrsberater und ehemaliger Geschäftsführer des ZOB Hamburg, Maik Nothnagel, Referent für Barrierefreiheit beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. sowie Patrick Kurth, Leiter Politische Beziehungen Flixbus, der Fabian Stenger, Geschäftsführer Flixbus DACH GmbH vertreten hat, zur Auftaktsitzung in der bdo-Geschäftsstelle. Foto: bdo

Hannover, Mannheim und Zella-Mehlis sind die besten Verkehrsdrehscheiben in Deutschland. Dieses Ergebnis gab die Expertenjury des neuen Wettbewerbs „Mobilitätsknoten des Jahres“ in Berlin bekannt. Die genannten Städte konnten sich in den drei Einwohnerzahl-Kategorien als Sieger gegen große Konkurrenz durchsetzen. Als Standort mit dem größten Potenzial wurde zudem Erfurt ausgezeichnet. Bürgermeister und Landräte sowie Bürgerinnen und Bürger hatten im Zuge des Wettbewerbs mehr als 2.000 Hinweise gegeben und über 150 Orte nominiert. Ein siebenköpfiges Gremium kürte jene Städte, die ihren Einwohnern die beste Verkehrsinfrastruktur bieten, indem sie ÖPNV, Fernbus- und Schienenverkehr in zentraler Lage bestmöglich miteinander verzahnen. Als Schirmherr engagierte sich Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, für den neuen Wettbewerb. „Mobilität ist ein Grundbedürfnis und eine wichtige Voraussetzung für Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, sagte Schirmherr Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Blick auf die Bedeutung des neu geschaffenen Wettbewerbs. „Intelligent konzipierte Drehscheiben, die verschiedene Verkehrsträger und -angebote miteinander vernetzen, sind heute von entscheidender Bedeutung dafür, dass Menschen gut von A nach B gelangen. Solche Mobilitätsknoten machen es möglich, Fahrtzeiten zu reduzieren, Emissionen zu senken und die Attraktivität von Städten und Gemeinden insgesamt zu verbessern. Ich freue mich daher als Schirmherr einen Wettbewerb zu begleiten, der die besten Beispiele für zukunftsweisende Konzepte ins Licht der Öffentlichkeit rückt und zur Nachahmung anregt.“ „Aufgrund der beeindruckenden Zahl qualitativ hochwertiger Bewerbungen und Nominierungen konnten wir mit Blick auf die Auswahl der Sieger aus dem Vollen schöpfen“, berichtete Jury-Vorsitzender Christian Wiesenhütter, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, über die Arbeit des Gremiums. „Die Preisträger in den drei Kategorien sind hervorragende Beispiele dafür, wie Städte und Gemeinden gute Rahmenbedingungen für einen modernen Verkehr im Sinne ihrer Bürger gestalten können. Mit Blick auf die wirtschaftliche Gesamtentwicklung sowie die Lebensqualität der Menschen ist es wichtig, dass möglichst viele weitere Orte im ganzen Land diesen Beispielen folgen und den Weg für eine multimodale und barrierefreie Mobilität bestmöglich ebnen.“ „Der neue Wettbewerb schafft verdiente Aufmerksamkeit für intelligente Infrastruktur, präsentiert Vorbilder für die multimodale Mobilität der Zukunft und bringt damit eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs mit sich“, fasste bdo-Präsident Wolfgang Steinbrück die Gründe für das Engagement für den Wettbewerb zusammen. „Je besser die Verkehrsdrehscheiben in Deutschland ausgebaut sind, desto entbehrlicher wird das Auto, weil es schlicht bessere Alternativen gibt. Auf diese Entwicklung wollen wir mit diesem Wettbewerb hinwirken.“ Bei den Städten und Gemeinden mit bis zu 50.000 Einwohnern befanden sich aus Sicht der Jury fünf Standorte in der engeren Auswahl: Neben dem Sieger Zella-Mehlis konnten auch Meppen, Nordhausen, Binz und Homburg starke Argumente ins Feld führen. Unter den Städten mit 50.000 bis 500.000 Einwohnern gab es ebenfalls fünf finale Bewerber um den Titel. Rostock, Görlitz, Jena und Oldenburg konnten fast genauso so sehr überzeugen wie der Sieger Mannheim. Unter den Städten und Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern kamen Hamburg, Hannover, Düsseldorf und München in die engere Auswahl. Die niedersächsische Landeshauptstadt landete schließlich auf Platz 1. Als Standort mit dem größten Potenzial wurde Erfurt gewählt. Am bedeutenden ICE-Kreuz mit Fernbusanschluss werden zwar bereits alle Verkehrsträger räumlich eng und zentral miteinander vernetzt, allerdings sieht die Jury Nachbesserungsbedarf bei Barrierefreiheit und Fernbusinfrastruktur. Der Wettbewerb „Mobilitätsknoten des Jahres“ wurde vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) ins Leben gerufen, um die Weiterentwicklung moderner Verkehrsdrehscheiben zu würdigen und voranzubringen. Ziel ist es, öffentlichkeitswirksam ein Zeichen für die Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland zu setzen. Der erste Aufruf zur Einreichung von Bewerbungen erfolgte am 18. Juli und stieß schon bei der Premierenausgabe auf große Resonanz. Bis zum 30. Juli konnten Vorschläge gemacht werden. Ehrungen gehen in drei Kategorien an Großstädte und Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern, an Mittel- und Großstädte mit 50.000 bis 500.000 Einwohnern und an Mittel- und Kleinstädte sowie ländlichen Regionen mit weniger als 50.000 Einwohnern. Darüber hinaus wird eine Auszeichnung an den besten Standort mit Potenzial vergeben, bei dem es sich um den am besten gelegenen und noch nicht ausgebauten Standort handelt. Die siebenköpfige Jury sichtete und bewertete über mehrere Wochen hinweg die Eingänge und kam Mitte August für die finale Auswahl in Berlin zusammen. Zur Jury zählten neben dem Vorsitzenden Christian Wiesenhütter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, auch Christoph Gipp, Geschäftsführer des IGES Instituts, Christian Löw, geschäftsführender Gesellschafter der Prima Klima Reisen GmbH, Anja Ludwig, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des bdo, Wolfgang Marahrens, Verkehrsberater und ehemaliger Geschäftsführer des ZOB Hamburg, Maik Nothnagel, Referent für Barrierefreiheit beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. sowie Fabian Stenger, Geschäftsführer Flixbus DACH GmbH. Gemeinsam bewerteten sie Faktoren wie den Stand der Barrierefreiheit, die Ausstattung der Haltestelle, die Verfügbarkeit von Kundeninformationen, die Nähe zum Stadtzentrum beziehungsweise die räumliche Nähe der verschiedenen Verkehrsträger zueinander sowie den Gesamteindruck. Die ausgegebene Auszeichnung zeigt nun öffentlichkeitswirksam, wo Städte und Gemeinden ihren Bürgern in diesem Sinne eine gute Infrastruktur zur Verfügung stellen – und soll damit zur Nachahmung anregen. Die Sieger des Wettbewerbs werden mit verschiedenen Preisen belohnt. Sie erhalten den offiziellen Titel „Mobilitätsknoten des Jahres 2017“ mitsamt einer entsprechenden Plakette. Zudem werden die Standorte als Reiseziel beim Fernbusanbieter FlixBus besonders präsentiert und mit einem gesonderten Eintrag auf der Buchungsseite beworben. Für jeden der drei Siegerstandorte wird es jeweils einen FlixBus mit gesonderter Regional-Folierung geben. Erfurt erhält als Standort mit besonderem Potenzial Unterstützung von FlixBus bei der Verbesserung der Haltestelleninfrastruktur für den Fernbusverkehr. Die Sieger sollen ihre Auszeichnung im Herbst in Berlin vom bdo im Rahmen einer Veranstaltung erhalten.

 

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