Die Expertenrunde, die über den Stand der Sicherheit in Omnibussen diskutierte. Foto: BDO

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) lud auf das Gelände der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), um über den Stand der Sicherheit in Omnibussen zu diskutieren. Beim bdo-Expertendialog „Bussicherheit“ kamen unter anderem Fahrzeughersteller, Versicherer, technische Experten und Omnibusunternehmer mit Vertretern von Feuerwehr, Prüforganisationen und dem Bundesverkehrsministerium zusammen. Anlass und Ausgangspunkt für den Fachdialog waren der tragische Unfall am 3. Juli 2017 und die folgenden Untersuchungen, die in einer gemeinsamen Diskussion von Experten erörtert werden sollten. Staatsanwaltschaft und Polizei hatten zuletzt Anfang August den Hergang des Unfalls dargelegt. Dieser sei das Resultat einer Verkettung tragischer Umstände, wie in einer Pressekonferenz erklärt wurde. Die Ereignisse auf der A9 sowie vor allem auch die mitunter unbelegten Spekulationen zum Hergang, die direkt im Anschluss an den Unfall in die Öffentlichkeit getragen wurden, bildeten für den bdo den Ausgangspunkt dafür, eine faktenbasierte Diskussion des Themas anzuregen. Gemeinsam mit allen Beteiligten sollte der Stand der technischen und rechtlichen Vorgaben zusammenhängend erörtert werden. Im Zentrum der Gespräche in den Räumen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin stand unter anderem der Blick auf die aktuelle Lage bei den rechtlichen Vorgaben für Bussicherheit. Hierbei zeigte sich, dass seit 2008 auf deutsche Initiative hin in mitunter langwierigen Verhandlungen zahlreiche Verbesserungen bei den international gültigen Standards erreicht werden konnten. Viele von diesen Neuerungen – etwa in Hinblick auf den Einsatz von Rauch- und Brandmeldern sowie Isoliermaterialien – haben bereits Gültigkeit. Weitere Schritte – unter anderem bezogen auf die Eigenschaften von Innenraummaterialien sowie auf Bremsassistenz- und Löschsysteme – beginnen zudem in den kommenden Jahren zu greifen. Die Experten waren sich einig darüber, dass dies dazu beitragen wird, das bereits hohe Sicherheitsniveau in Bussen weiter zu steigern. In der Folge gilt es zunächst einmal die beschlossenen Neuerungen zu prüfen und zu evaluieren. Die Branche sollte, so ein Fazit der Veranstaltung, die Weiterentwicklung der Standards im Busverkehr fortwährend im permanenten Austausch vorantreiben. Denn: Das Streben nach Sicherheit ist ein Projekt, das nicht abgeschlossen aber im Zusammenschluss am besten betrieben werden kann.

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