Baumot hat unzählige Omnibusse mit Abgas-Nachrüstsystemen ausgestattet. Foto: Baumot

Baumot meldet Insolvenz an. Foto: Baumot, Montage: omnibus.news

Die Baumot Group AG – gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Anbieter im Bereich von Clean Mobility Lösungen Anbieter (gemeint sind Abgas-Nachrüstsysteme) – hat für sich, wie auch die jeweiligen 100%-igen Tochtergesellschaften, Twintec Technologie GmbH, Baumot Technologie GmbH und Baumot Deutschland GmbH, beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gemäß § 270a Insolvenzordnung wegen eingetretener Zahlungsunfähigkeit gestellt. Auslöser für den Insolvenzantrag sind die erheblichen Umsatzeinbußen in den Kernmärkten Israel, UK, Italien und auch Deutschland aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, insbesondere die damit in Zusammenhang stehenden neuerlichen Lockdown-Regelungen in den genannten Ländern.In der Busbranche sorgte die Baumot Group AG für Aufsehen, als das Unternehmen mit Transport for London (TfL), der Dachorganisation für die Koordination der Verkehrssysteme in London, einen Rahmenvertrag zur Nachrüstung von rund 5.800 dieselgetriebenen Stadtbussen mit einer SCR-Abgasnachbehandlung zur Senkung des Stickoxidausstoßes unterzeichnet hat. Das Coronavirus traf, als es erstmals im Frühjahr 2020 für flächendeckende Werkstattschließungen in den Kernmärkten sorgte, auf ein Geschäftsmodell, welches sich nach langen Entwicklungs- und Erprobungsjahren in der Markteinführung befand und als wesentlicher Baustein für die Baumot Zukunft aufgebaut wurde. Trotz intensiver Bemühungen ist es der Gesellschaft bis heute nicht gelungen, die entstandene Liquiditätslücke über eine Kapitalzufuhr durch Investoren oder staatlicher Unterstützungsfonds zu schließen. Die technischen Lösungen für PKW, Handwerker- und Lieferfahrzeuge, leichte und schwere LKW, Busse, Bau-, Land- und Sondermaschinen sowie für stationäre Anwendungen tragen maßgeblich zur Erreichung der ausgerufenen Klimaziele bis 2030 bei. Im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung bleiben der Vorstand und die Geschäftsführung weiterhin verwaltungs- und verfügungsbefugt, ausdrückliches Ziel ist die Sanierung des Unternehmens über einen Insolvenzplan. Zur Unterstützung werden die Gremien der Baumot Gruppe voraussichtlich in den nächsten Tagen einen Generalbevollmächtigten bestellen. Die Nutzung des Verfahrens der Insolvenz in Eigenverwaltung bietet der Baumot die Möglichkeit, Maßnahmen eines Restrukturierungsprogramms voranzutreiben und die Gruppe wird die Chancen der Sanierung nutzen, um gestärkt aus dieser für uns alle schwierigen Phase herauszugehen. (Baumot/Cometis/PM/Sr)

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