Premiere für den eCitaro G mit neuen Lithium-Ionen-Batterien: Mercedes-Benz liefert erste vollelektrisch angetriebene Gelenkbusse an die Üstra in Hannover aus. Foto: Daimler

Mehr oder weniger direkt nach der Premiere des eCitaro als Gelenkbus folgt ein Batterie-Update für die Baureihe und die erste Kundenauslieferung: Mercedes-Benz wechselt auf die nächste, leistungsstärkere Generation der Akasol–Batterien. Die Üstra in Hannover hat die ersten eCitaro Gmit den neuen Lithium-Ionen-Speichern erhalten. Für den vollelektrisch angetriebenen Stadtbus eCitaro gibt es drei Jahre nach seiner Weltpremiere ein Leistungs-Update. Die eCitaro G für Hannover sind Teil eines Großauftrags und wesentlicher Bestandteil eines ehrgeizigen Vorhabens zur Elektrifizierung des Omnibusverkehrs in der niedersächsischen Landeshauptstadt. „Unsere neuen und hochmodernen Gelenkbusse leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verkehrswende,“ fasst Denise Hain, Üstra Vorständin für Betrieb und Personal, zusammen, „sie sind ein wichtiger Baustein für klimafreundliche Mobilität in Hannover. Sie fahren lokal abgasfrei, leise und sind sehr umfangreich ausgestattet.“ Mirko Sgodda, Leiter Vertrieb, Marketing und Customer Services Daimler Buses: „Wir freuen uns sehr, dass sich die Üstra für den Mercedes-Benz eCitaro G mit der neuen Batteriegeneration entschieden hat. Unser umweltfreundlicher, komfortabler und sicherer High-Tech-Stadtbus ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zu noch lebenswerteren Städten.“ Die beiden neuen eCitaro G für Hannover zeichnen sich durch Lithium-Ionen-Batterien der zweiten Generation aus: Ihre Kapazität liegt rund ein Drittel höher als bei den bisher verwendeten Batterien und steigert somit die Reichweite zwischen den Aufladungen erheblich. Die Gelenkbusse der Üstra sind mit zehn Batteriebaugruppen ausgestattet, daraus resultiert eine Gesamtkapazität von 330 kWh. Zusätzlich verfügt jeder eCitaro G noch über einen Pantographen – für Zwischenladungen an Endhaltestellen. Die neuen Fahrzeuge sind Bestandteil eines Auftrags der Üstra über bis zu 48 Stadtbusse. Er setzt sich aus 30 Solobussen eCitaro und 18 Gelenkbussen eCitaro G zusammen. Die ersten eCitaro fahren bereits seit September vergangenen Jahres in Hannover. Mit ihrer Elektrobusoffensive möchte die Üstra bis zum Jahr 2023 mit 48 Elektrobussen auf allen innerstädtischen Linien innerhalb der Umweltzone Hannovers elektrisch fahren. Durch die Umstellung können pro Jahr 3.800 Tonnen CO2 eingespart werden. Parallel zum Einsatz der Elektrobusse werden bis zum Jahr 2023 die Endpunkte der Innenstadt-Buslinien jeweils mit der dafür notwendigen Ladeinfrastruktur ausgerüstet und die beiden Omnibus-Betriebshöfe für die Ladungs- und Instandhaltungsprozesse der Elektrobusse umfangreich umgebaut. Die vollelektrisch angetriebenen eCitaro G haben vier doppeltbreite Türen samt Lichtleisten mit grünen bzw. roten LED zur Markierung der Einstiegskanten. Mobilitätseingeschränkte Passagiere gelangen an der Tür zwei über eine elektrisch betätigte Kassettenrampe oder eine zusätzliche Klapprampe an Bord. Drinnen empfängt die Passagiere ein funktionell und freundlich ausgestatteter Fahrgastraum. Der Boden ist in warmer Holzoptik gehalten. Sitz- und Lehnflächen der Bestuhlung sind gepolstert. Der Fahrgastraum ist vollklimatisiert, seine Vorkonditionierung im Betriebshof oder an Endhaltestellen spart im Einsatz Energie und gewährleistet somit maximale Reichweite. Im Bereich der Tür zwei ist in Fahrtrichtung links und rechts jeweils eine Sondernutzungsfläche für Rollstühle und Kinderwagen vorgesehen. Hinzu kommt eine zweite Sondernutzungsfläche für Kinderwagen im Hinterwagen gegenüber der Tür drei. Alle diese Flächen sind mit komfortablen Anlehnpolstern im Stehperron bzw. mit Klappsitzen ausgestattet. Jeweils ein TFT-Doppelbildschirm im Vorderwagen und Hinterwegen informieren die Passagiere über den Linienverlauf bzw. unterhalten sie per Fahrgast-Fernsehen. 13 USB-Doppelsteckdosen versorgen die Endgeräte der Passagiere mit Strom, ein WLAN-Router verbindet sie mit dem Internet. Der Fahrerarbeitsplatz ist separat klimatisiert, der beheizte sowie klimatisierte Sitz hat eine elektrisch verstellbarer Lordosenstütze. Innenspiegel und Sonnenrollo sind ebenfalls elektrisch verstellbar. Der Fahrweisen-Assistent Eco Driver Feedback EDF unterstützt einen wirtschaftlichen Fahrstil mit dem Ziel maximaler Energieeffizienz. Sicherheit vermitteln eine Fahrerkabinentür mit Trennscheibe über die gesamte Türbreite sowie die Überwachung von Türbereichen und Fahrgastraum durch Videokameras. Für die aktive Sicherheit steht die vorbildliche Ausstattung der Busse mit dem aktiven Bremsassistenten Preventive Brake Assist, dem Abbiegeassistenten Sideguard Assist sowie dem serienmäßigen Knickschutz Articulation Turntable Controller (ATC). Er entspricht in seiner Wirkung annähernd einem ESP. Eine Rück-fahrkamera sowie ein akustisches Rückfahr-Warnsignal beugen Rangierunfällen vor. (Daimler/Mercedes-benz/Üstra/PM/Sr)

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