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Solaris erweitert und verlängert die Aufträge für FECV-Module von Ballard Power. Foto: BallardPower, Solaris; Montage: omnibus.news

Ballard Power powert so richtig möchte man – mit Blick auf FCEV-Antriebe für Omnibusse – meinen. Nicht Solaris, sondern der kanadische Hersteller von Brennstoffzellenantrieben, der weltweit über 2.200 Brennstoffzellen-Busse ausgerüstet hat und so auf über 300 Millionen gefahrene Kilometer kommt, meldet, dass der polnische Bushersteller unter dem Dach der spanischen CAF-Gruppe jetzt Ballards Brennstoffzellenantriebe für die nächste Busgeneration bestellt habe.

Solaris hatte vor rund zwei Jahren bei Ballard einen Auftrag über 1.000 Brennstoffzellen-Module platziert. Dieser Vertrag lief bis 2027 und wurde nun bis 2029 verlängert, wie Ballard Power mitteilt. Der Grund: Solaris werde auch die nächste FCEV-Generation mit dem Antrieb der Kanadier ausstatten. Fakt ist, dass die neue Überland-Baureihe, die Solaris dieses Jahr vorstellen wird, mit BEV- und FCEV-Antrieb angeboten wird. Mit der Auftragserweiterung könne der Zeitplan an die Auslieferung der nächsten Busgeneration angepasst werden, so Ballard.

Und gleichzeitig konnten die kommerziellen Konditionen strategisch abgestimmt werden, wie Ballard Power schreibt. „Die Entscheidung von Solaris für Ballard als Partner für die FCEV-Plattform markiert einen bedeutenden Meilenstein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres FCmove-SC-Antriebs“, sagte Marty Neese, CEO und Präsident von Ballard. Solaris hat sich mittlerweile in Europa als Branchenprimus im Segment der FCEV-Omnibusse einen Namen gemacht und die Führungsposition deutlich ausgebaut. 

Zwischen 2012 und 2025 wurden europaweit rund 1.215 FCEV-Stadtbusse in Betrieb genommen; davon wurden etwa 668 Einheiten von Solaris gefertigt – was einem kumulierten Marktanteil von fast 55 % entspricht. Jeder zweite FCEV-Bus in Europa ist ein Solaris! Allein im Jahr 2025 lieferte Solaris 253 der insgesamt 436 in Europa zugelassenen FCEV-Stadtbusse aus. Die neue FCmove-SC-Plattform verspreche nach Herstellerangaben eine höhere Effizienz, einfachere Integration und einen geringeren Wartungsaufwand.

Dank des integrierten DC/DC-Wandlers erreichte das System eine um rund 25 % höhere Leistungsdichte, während die Gesamtzahl der Komponenten um etwa 40 % reduziert worden sei. Nach Angaben von Ballard Power wurde die Plattform für eine Lebensdauer von rund 25.000 Betriebsstunden konzipiert und werde zudem neue Funktionen für vorausschauende Wartung und Fernüberwachung unterstützen. (BallardPower/PM/Sr)

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