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Bundesverkehrsminister Dobrindt und Bahn-Chef Grube haben unterschiedliche Auffassungen.

Bundesverkehrsminister Dobrindt und Bahn-Chef Grube haben unterschiedliche Auffassungen.

Bahn-Chef Rüdiger Grube, mit seinem Haus immerhin selbst als Fernbus-Anbieter aktiv, hat wieder eine Maut für Fernbusse gefordert: „Wir müssen pro Person und Kilometer im Bahn-Fernverkehr mit Trassenbenutzungsgebühren von sechs Cent rechnen. Die Fernbusse zahlen für die Nutzung der Straßen keinen Cent Maut“, sagte Grube den Ruhr Nachrichten. Die EEG-Umlage, Stromsteuer und Klimaabgabe schlagen jährlich mit über 300 Millionen Euro zu Buche. „Busanbieter zahlen auch da keinen Cent, hier ist der Gesetzgeber gefragt“, fügte er hinzu. „Warum zahlt nur die Bahn eine Mautgebühr?“, fragte Grube. „Faire Wettbewerbsbedingungen“ erforderten „auch eine Maut für den Fernbus“. Das Bundesverkehrsministerium erteilte einer Maut für Fernbusse erneut eine Absage. In einem Interview mit dem Focus hatte der Bundesverkehrsminister im Februar gesagt: „Eine Omnibusmaut würde mit 0,2 Cent pro Fahrgast je Kilometer den aktuellen harten Wettbewerb mit der Bahn auch nicht groß verändern.“ Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) wundert sich über die Aussagen denn Bahn-Chefs, denn die Bahn erhalte doch jährlich Milliarden-Subventionen vom Staat. Und damit würde sie auch die Gebühren für Trassenpreise finanzieren, die Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. Der Bus fahre ohne jeglichen Zuschuss komplett eigenwirtschaftlich, durch die Mineralölsteuer kämen die Anbieter für alle Infrastrukturkosten auf. „Wer faire Wettbewerbsbedingungen will, der muss die Subventionen für die Bahn abschaffen“, sagte Leonard.

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