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EasyMile EZ10

Finnen erforschen autonomes Fahren. Foto: EasyMile

Elektrisch und autonom fahrende Kleinbusse sind up to date: Auch in Finnland geht es seit Mitte August mit zwei autonom fahrenden und elektrisch angetriebenen Minibussen mit je 9 Sitzplätzen quer durch Helsinki. Die Finnen wollen in einem zeitlich befristeten Testzeitraum an drei Orten (Helsinki, Tampere und  Espoo) prüfen,  ob sich die französischen Kleinbusse vom Typ EZ10 des Herstellers EasyMile zur Beförderung von Passagieren im Alltag behaupten können. Und: Die fahrerlosen Kleinbusse werden im regulären Straßenverkehr als so genannte Last-mile-Lösung getestet. Die Last-mile-Lösung meint, den ÖPNV-Kunden mehr oder weniger direkt vor der Haustür abzuholen, an einem Punkt, den der große Stadtbus nicht anfährt. Der Feldversuch mit den komplett selbstfahrenden Elektrobussen ist ein Schritt auf dem Weg zu Finnlands erklärtem Ziel, durch die Entwicklung neuer Technologien und innovativer Geschäftsmodelle autonome Transportlösungen in die Welt zu exportieren. doch bevor es so weit ist, müssen die Kleinbusse zunächst in den nahenden Wintermonaten auf Schnee und Eis beweisen, was sie können. Unterstützung gibt es von der finnischen Transport Safety Agency Trafi, die nicht nur die Freigabe zum autonomen Fahren erteilt hat, sondern auch beratend zur Seite steht – alles Ergebnisse der Fahrversuche sollen nämlich in einer Studie münden. Ziel ist es, optimale Lösungen für den Stadtverkehr und die Sicherheit sowie die Benutzerfreundlichkeit für die Zukunft mit automatisierten Busse zu finden. Hilfe gibt es aber auch von einem europäischen Strukturfond. Die Finnen sehen gerade in der Last-milie-Lösung für das insgeamt doch eher dünn besiedelte Land eine intelligente Mobilität und einen ÖPNV der Zukunft. Schon länger sind die Skandinavier am Ball: Autonome Kleinbusse wurden schon im Sommer 2015 in der Stadt Vantaa getestet.

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