Keolis fährt in Göteborg im Lindholmen Industrie- und Wissenschaftspark autonom und elektrisch. Foto: Keolis

Autonom und elektrisch, aber mit Begleiterin an Bord sind in Göteborg zwei Navya unterwegs. Foto: Keolis

Am 18. Januar 2021 begann Keolis im Auftrag der örtlichen Verkehrsbehörde Västtrafik in der Stadt Göteborg mit dem Testen autonomer und rein elektrisch fahrender Shuttle-Busse. Dieses Angebot, das in das öffentliche Verkehrsnetz integriert ist, steht in den Industrie- und Wohngebieten für einen Zeitraum von gut viereinhalb Monaten zur Verfügung. Keolis will damit die nach eigenen Angaben führende Rolle beim Betrieb autonomer Elektrofahrzeuge, die erstmals 2016 in Lyon in Frankreich eingesetzt wurden, unterstreichen. Bernard Tabary, CEO der International Keolis Group: „Wir freuen uns, unsere jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Västtrafik zu intensivieren und den Bewohnern und Besuchern Göteborgs mit diesem innovativen, nachhaltigen und flexiblen Transportmittel eine neue Mobilitätslösung anzubieten.“ Zwei autonome elektrische Shuttles von Navya verkehren während der Bürozeiten von Montag bis Freitag. Sie werden auf einer festen Strecke von 1,8 km fahren, die den Lindholmen Industrie- und Wissenschaftspark bedient – eine 4 km² große ehemalige Werft mit Büros, Wohn- und Universitätsgebäuden sowie Parkplätzen. Busfahrgäste können den Service nutzen, um sich mit vorhandenen Buslinien zu verbinden. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ist jederzeit ein entsprechend geschulter Begleiter im Fahrzeug anwesend. Die Shuttles haben eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km / h und können bis zu acht Fahrgäste befördern. Das Aufladen dauert fünf Stunden, und die Fahrzeuge können je nach Wetterlage mit einer Aufladung bis zu sieben Stunden fahren. Dieser neue autonome elektrische Shuttleservice wurde für den Betrieb unter Minustemperaturen und Schnee entwickelt und ist der bislang modernste der Stadt. Das Angebot ist Teil von Next Generation Travel and Transport, einer von der Regierung finanzierten Initiative, zu der S3 (Shared Shuttle Services) gehört, ein Shuttle-Testprogramm, das von einer Koalition aus RISE, Västtrafik und Keolis unterstützt wird. 2016 begann Keolis mit dem Testen autonomer elektrischer Shuttles. Seitdem wurden Dienstleistungen in mehr französischen Städten wie Paris, Rennes und Lille sowie in Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Monaco, Belgien und Schweden eingeführt. Normalerweise bietet der Navya den Platz für bis zu elf Passagiere, aktuell sind jedoch aufgrund von Covid-19-Einschränkungen nur acht Personen zugelassen, um den Abstand zueinander einhalten zu können. Im Jahr 2020 hat sich Keolis mit Partnern in Schweden zusammengetan, um Stockholms erstes autonomes Elektrofahrzeug auf Herz und Nieren zu testen. Dabei wurde die 5G-Technologie zur Fernsteuerung und -überwachung eingesetzt. Keolis arbeitete 2019 auch mit Volvo zusammen, um einen 12 Meter langen Elektrobus zu entwickeln und zu demonstrieren, der autonom im Keolis-Depot in Göteborg geparkt, gewaschen und wieder aufgeladen wurde. Keolis Sverige, so der schwedische Ableger des Konzerns, ist seit 2003 in Schweden präsent und betreibt derzeit 1.600 fossilfreie Busse in vier schwedischen Regionen, die jedes Jahr 100 Millionen km zurücklegen. (Keolis/Västtrafik/Göteborg/PM/Sr)

Der neue autonome elektrische Shuttleservice in Göteborg wurde für den Betrieb unter Minustemperaturen und Schnee entwickelt. Foto: Keolis

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