Prof. Horst Rieker, htw Saar; Alexander Wortberg, ZF-Werkleiter Saarbrücken; Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes; Torsten Gollewski, Leiter Autonomous Mobility Solutions bei ZF, Anke Rehlinger, Wirtschaftsministerin des Saarlandes, Stephan von Schuckmann, ZF-Vorstandsmitglied und Uwe Conradt, Oberbürgermeister Saarbrücken. Foto: ZF

Wer den Standort von ZF in Saarbrücken besucht, der muss sich auf einen langen Fußmarsch einstellen. Allein der Weg von einem Ende im Werk zum anderen misst fast einen Kilometer. Mal kurz in die Kantine gehen, ist, je nach Standort, nicht wikrlich kurz. Ob das der Auslöser war, das hauseigene Shuttle hier zu testen?

Autonome und elektrische Shuttles übernehmen ab 2023 einen Teil des Werksverkehrs am ZF-Standort Saarbrücken. Am 15. Februar 2022 stellte der Konzern Vertretern aus Politik und Wissenschaft ein Modell des Fahrzeugs vor. Bereits ab Herbst soll das erste Shuttle auf einer Teststrecke zwischen dem Parkplatz Ost und der Kantine an sechs Tagen pro Woche Mitarbeiter vollautonom, rein elektrisch und ohne Sicherheitsfahrer chauffieren.

„Am Standort Saarbrücken fertigen wir auf höchst effiziente Weise Produkte, die zu einer nachhaltigen Mobilität beitragen“, so Alexander Wortberg, Leiter des ZF-Werks Saarbrücken. „Dabei verstehen wir uns auch als Partner und Impulsgeber für den Wandel – sowohl gesellschaftlich als auch technologisch. Daher freue ich mich sehr darüber, dass wir nun ein neues und nachhaltiges Angebot für die Mobilität unserer Mitarbeiter auf dem Werksgelände realisieren werden.“

Im Rahmen eines Forschungsprojekts gemeinsam mit der Forschungsgruppe Verkehrstelematik der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) und der FITT gGmbH, dem Institut für Technologietransfer an der htw saar, will ZF weitere Erkenntnisse gewinnen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Interaktion des autonomen Shuttles mit der Verkehrsinfrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern, ebenso die Akzeptanz durch die Nutzer. Die Gesamtkosten des Projekts – Aufbau der Infrastruktur und begleitende Forschung – liegen bei rund sechs Millionen Euro.

Autonome Mobilitätslösungen werden in naher Zukunft eine immer stärkere Rolle spielen – und dies vor allem als Ergänzung und Erweiterung des öffentlichen Personentransports. ZF ist in diesem Bereich führend und bietet in seinem Tochterunternehmen ZF Mobility Solutions umfassende Shuttle-Systeme an. Ein solches Konzept plant ZF nun für den ZF-Produktionsstandort Saarbrücken ein – als vollautonomes Shuttle für Mitarbeiter und Besucher.

Das Projekt soll weitere Erkenntnisse zu autonomen Transportsystemen ermöglichen, etwa zur Akzeptanz autonomer Shuttlesysteme durch Nutzer und andere Verkehrsteilnehmer sowie zur Interaktion mit der Verkehrsinfrastruktur. Auch das individuelle Sicherheitsempfinden der Passagiere spielt eine Rolle, wenn autonome Shuttles ohne Fahr- und Begleitpersonal schwierige Situationen meistern müssen – beispielsweise Einsatz- oder Rettungsfahrzeuge zu erkennen und ihnen Platz zu machen.

„Bei ZF haben wir uns strategisch der ‚Next Generation Mobility‘ verpflichtet“, sagt ZF-Vorstand Stephan von Schuckmann. „Dazu tragen die Produkte, die hier am Standort Saarbrücken entstehen, ebenso bei wie die Entwicklung und Vermarktung wegweisender autonomer Transportsysteme durch ZF. Es ist nur konsequent, dass wir auch bei der Etablierung und praktischen Erforschung dieser neuen Mobilitätsform vorangehen – zumal der Standort Saarbrücken mit seiner Nähe zu weltweit renommierten Forschungseinrichtungen und die gute Zusammenarbeit mit der saarländischen Landesregierung für ein solches Vorhaben optimale Voraussetzungen bietet.“ (ZF/PM/Sr)

 

 

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