Kam über den Status eines 3-D-Drucks nicht hinaus: Der Kässbohrer Setra S12 von VK-Modelle. Foto: Schreiber

…eine Tugend machen, so eine Redensart. Weil ein Wettbewerber den von VK-Modelle im Jahr 2014 angekündigten Kässbohrer S12 im Juli 2017 auslieferte, kündigt Veit Kornberger nun einen Setra S14 an. Auch Kässbohrer machte Ende der 50er Jahre aus der Not eine Tugend, denn das Verbot der Mittelgangsitze führte in Ulm dazu, die seinerzeit höchstzulässige Länge von 12 m auszunutzen, um im übertragenen Sinne die Sitzplätze anderweitig unterzubringen. So entstand entstand 1961 der “lange” S14. Der neugestaltete Frontgrill und die höher gezogene Windschutz- sowie Heckscheiben gaben dem Reisebus ein moderneres Aussehen. Mit der neu gestalteten Front- und Heckpartie konnten die Ulmer zudem im Innern noch eine weitere Sitzreihe verbauen. Grundlage war aber der auf der IAA 1959 vorgestellte Setra S12. Mit einer Länge von  11,9 Metern und einem durchgehenden Wagenboden konnten die Sitze – beliebig verstellbar – auf Schienen verbaut werden. Premiere des großen Kässbohrer S14 war im Juli 1961, wann der kleine Modellbus erscheinen soll, ist unbekannt. Veit Kornberger nimmt das Erscheinen neuer Modellbusse mittlerweile mit der nötigen Gelassenheit, mit einem Augenzwinkern verweist er auf seine Initialien: VK steht auch für “vielleicht kommt’s”.

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