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Nicht nur in der Bedruckung unterschiedlich: Die neuen Modellbusse des MB O 305 G von Rietze für Stadt im Modell. Foto: Jabs, Montage: omnibus.news

Gleich fünf neue Modellbusse mit Hamburger Vorbild meldet Christian Jabs von Stadt im Modell. Die Busminiaturen wurden  exklusiv für den Hamburger Fachhändler bei Rietze gefertigt. Basis ist jeweils der Mercedes-Benz O 305 G, drei Modelle haben ihr Vorbild bei der Hamburger Hochbahn, zwei bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH). Doch das ist nicht der einzige Unterschied: Wer genau hinseiht, erkennt, dass die Miniaturen mit Hochbahn-Vorbild mit der klassischen Stadtbus-Front vorfahren, die , zwei nach VHH-Vorbild hingegen mit der Stülb-Front. Die in der traditionellen rot/weißen Farbgebung der Hamburger Hochbahn gestalten Modellbusse gibt es mit und ohne Werbung, natürlich mit verschiedenen Wagennummern, Kennzeichen und Zielangaben. Außerdem gibt es jeweils andere Rückleuchten sowie Spiegel- und Scheibenwischerfarben. Über Jahrzehnte bestimmten die Standard-Linienbusse der ersten Generation das Bild des Öffentlichen Personennahverkehrs in Deutschland. Sie gehen auf Planungen des Verbandes Öffentlicher Verkehrsbetriebe (VÖV) zurück. Mitte der 60er Jahre suchten die Verantwortlichen dort nach einem Konzept für einen modernen, komfortablen Bustyp, der besonders auf die Bedürfnisse des Personennahverkehrs ausgerichtet sein sollte und möglichst einheitlich aufgebaut, von mehreren Anbietern gefertigt werden sollte. Mit Blick auf die bis dahin höchst unterschiedlichen Bauformen sollte die Standardisierung Kosten einsparen. Daimler-Benz reagierte mit einem Versuchswagen, der auf der IAA 1967 präsentiert wurde. Zwei Jahre später begann der Serienbau der als O 305 bezeichneten neuen Baureihe. Dass der neue Mercedes-Benz Stadtbus O 305 bis zum Ende seiner Karriere 1987 in mehr als 16.000 Einheiten vom Band rollen sollte, das hätten sich die Väter des Konzepts bei der Vorstellung wohl kaum träumen lassen. Im Gegenteil: Kritisch wurde auf der IAA 1967 nicht nur der neue Mercedes-Benz Bus beäugt, sondern auch die Pendants von Büssing und Magirus. Das spöttische Wort vom „Container auf Rädern“ machte bald die Runde. Mit seinen rationalen, rechtwinkligen Formen empfanden viele Zeitgenossen den neuen Standardlinienbus doch als einen starken Bruch mit dem bis dahin gewohnten Design, das aus den 50 er Jahren stammte und auf heimelige Elemente wie Chromleisten und pummelige Rundungen setzte.

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