Ein digitaler Öko-Assistent (schwarzer Kasten, oben im Bild) hilft mit einer optischen Anzeige beim Fahren und Dieselsparen. Foto: VZO

Ein neues Assistenz-System im Cockpit der Omnibusse der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland AG (VZO) macht die in der Schweiz als Chauffeure und Chauffeusen bezeichneten Busfahrerinnen und Busfahrer auf eine sparsame Fahrweise aufmerksam. Dadurch sparen die VZO nach eigenen Angaben jedes Jahr 210.000 Liter Diesel und reduzieren damit den CO2-Ausstoss um 560 Tonnen. Und das ist ganz im Sinne des Verkehrsbetriebes, um dem Ziel, einer umweltschonenden Mobilität einen Schritt näher zu kommen. Und nicht nur das: Die Fahrgäste erleben eine noch angenehmere Fahrweise. Im laufenden Jahr haben die VZO in jeden von ihren hundert Bussen einen neuen “Mini-Computer” eingebaut. Dieses Gerät weiss jederzeit auf den Meter genau, wo sich der jeweilige Bus befindet, ob die Straße auf- oder abwärtsführt und in welchem Tempo gefahren werden darf, damit der Dieselverbrauch auf einem Minimum gehalten wird. Ein Anzeigegerät neben dem Lenkrad gibt dem Chauffeur oder der Chauffeuse mit unterschiedlich leuchtenden Symbolen Informationen über den aktuellen Fahrstil und warnt beispielsweise bei einer zu starken Beschleunigung mit übermässigem Dieselverbrauch. Auf dem 460 Kilometer langen Streckennetz der VZO wurde festgelegt, wie auf den jeweiligen Streckenabschnitt möglichst sparsam und mit dem geringsten Bedarf an Diesel zu fahren ist. Die Geschwindigkeiten auf Geraden, in Kurven und Kreiseln, das Abbremsen und Beschleunigen an Haltestellen und Lichtsignalen wurde für jede Fahrstrecke akribisch festgelegt. Das Ziel dieser Vorgabe war, dass die Fahrerinnen und Fahrer ihr Gaspedal und Bremse stets korrekt einsetzen und sich an diese Vorgabe halten. Die ganze Belegschaft absolvierte dazu ein Fahrtraining und erlernte dabei den Umgang mit dem neuen “Öko-Assistenten”. Diese sanfte Fahrweise spart nicht nur Diesel, sondern macht sich bei den Fahrgästen auch durch eine angenehmere Fahrweise bemerkbar. Seit der Einführung des Systems im vergangenen Frühling verbrauchten die VZO insgesamt rund 6% weniger Diesel. Das entspricht etwa 210.000 Litern. Der CO2-Ausstoss reduziert sich damit um 560 Tonnen jährlich. Die VZO erfüllen die Bedingungen des Umweltstandards ISO 14001 und verpflichten sich damit zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess hinsichtlich ihrer Umweltleistungen. Ganz oben auf der Traktandenliste stehen die Emissionen der Dieselmotoren. Das neue Assistenz-System hilft, diese Emissionen zu verringern. Und nebst der Umwelt und den Fahrgästen profitieren die VZO auch finanziell davon: Der geringere Dieselverbrauch verringert die Kosten um jährlich rund CHF 120.000.-. (VZO/PM/Sr)

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