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Der Aptis von Alstom geht auf Deutschland-Tour: Nach einem Test bei der Hamburger Hochbahn fährt der französische Elektrobus Anfang März in Berlin. Foto: Alstom

Aptis heißt der Elektrobus von Alstom und NTL. Als innovative Mobilitätslösung wird der Bus mit dem langen Radstand vermarktet. Jetzt geht er auf Werbefahrt in Deutschalnd: Zwei Wochen lang testet die Hamburger Hochbahn den Elektrobus, der optisch Anleihen beim Design einer Straßenbahn nimmt. Der neue Elektrobus kann mit zwei oder drei großen Doppeltüren geliefert werden, sodass ein schneller Fahrgastwechsel möglich ist. Außerdem sei so ein problemloser Einstieg von Rollstuhlfahrern und Fahrgästen mit Kinderwagen möglich. Betreiber sollen von einem Fahrzeug profitieren, das leicht zu warten sei und das in seiner Kategorie die längste Lebensdauer aufweisen wird, so die Macher des Aptis. Mit seinen vier lenkbaren Rädern – gegenüber zwei bei einem Bus – nutzt Aptis 25% Fläche in Kurven und sorgt so für eine perfekte Integration in den Stadtverkehr. Diese Einsatzleistung bringt Vorteile an Bushaltestellen und reduziert den Platzbedarf, sodass mehr Fläche für andere Fahrzeuge geboten wird. Ganz so neu ist dieser Ansatz aber nicht, wie Neoplan mit dem N 4114 schon gezeigt hat. Alstom und NTL liefern nicht nur das Fahrzeug, sondern bieten ein Gesamtsystem an. Dieses beinhaltet Auslegungs- und Lademöglichkeiten, Straßeninfrastruktur, Leasing- und Garantieoptionen, sodass Städte Elektromobilität reibungslos und kosteneffizient in ihren Verkehr integrieren können. “Mit Aptis erweitern wir unser Angebot der elektrischen Mobilitätslösungen und können nun Städten ein umfassendes urbanes Lösungsspektrum bieten. Es war eine große Herausforderung, diese Innovation zu entwickeln; möglich gemacht dank NTLs Flexibilität und Know-how bei bereiften Fahrzeugen und dank Alstoms Expertise im Bereich Elektroantrieb und Systemintegration. Wir sind stolz darauf, diese neue umweltfreundliche Lösung vorstellen zu können, die den städtischen Verkehr revolutionieren wird“, sagt Henri Poupart-Lafarge, Alstom Vorsitzender und CEO. Aptis kann nachts im Depot geladen werden, oder zügig an jedem Linienende während des täglichen Betriebs. Schnelles Laden ist entweder über einen umgekehrten Stromabnehmer oder SRS, Alstoms innovatives System für statisches Wiederaufladen, möglich. Die Aptis-Fahrzeuge werden in NTLs Werk in Duppigheim im Elsass gefertigt. Die Hauptkomponenten werden in fünf Alstoms Standorten in Frankreich hergestellt: Saint-Ouen, Projektmanagement und Systemintegration; Tarbes, Antrieb; Ornans, Motoren; Vitrolles, SRS und Villeurbanne, Elektronik für den Antrieb. „Hamburg schaut immer nach innovativen Mobilitätslösungen“, sagte Hochbahn-Chef Henrik Falk anlässlich der Vorstellung des französischen Elektrobusses. Er machte aber auch deutlich, dass die Hochbahn den Bus ohne Fahrgäste und nicht im regulären Linieneinsatz testen werde -kreuz und quer durch Hamburg, aber immer wieder mit Fahrt durch die Innenstadt. Hier haben die Tester die Fahreigenschaften in den engen und vollgeparkten Straßen im Auge. Ob Aptis dann auch Einzug in den Fuhrpark halte, soll nach Auswertung der Tests entscheiden werden. „Wir sind sehr erfreut über das große Interesse in Hamburg und anderen deutschen Städten“, sagte Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom Deutschland. Auf alle bisherigen Tests in Frankreich und Belgien habe Alstom sehr gute Rückmeldungen erhalten. Nach Hamburg geht der Aptis nach Berlin. Auch in der Hauptstadt will man da Konzept testen.

Der Aptis ist trotz langem Radstand wendig, denn alle vier Räder werden geelnkt. Foto: Alstom

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