Baidu hat sich für seine Software eigene autonome Busse bei King Long bauen lassen. Foto: Baidu

Baidu bereitet das autonome Fahren in China vor: Auf Basis der Apollo-Plattform sei nun der autonome Minibus für 14 Personen startklar. Baidu kooperiert mit dem chinesischen Hersteller King Long, um die Serienproduktion der autonomen Minibussezu garantieren. Jetzt ist der 100. Apollo-Busse bei King Long in Xiamen vom Band gerollt. Die Chinesen planen ihren autonomen Busdienst gleich in mehreren chinesischen Städten wie beispielsweise Peking, Shenzhen, Pingtan und Wuhan, zu starten. Aber auch außerhalb Chinas sollen die Apollo-Busse eingesetzt werden, zunächst in Japan und Amerika. Auch hier haben die Chinesen schon die nötigen Vorbereitungen getroffen und entsprechende Partner vor Ort rekrutiert, in Amerika beispielsweise mit der Supermarktkette Walmart und Ford. Die Apollo-Busse sind für den Betrieb der Stufe 4 geeignet. Das Interessante ist, dass die Chinesen ihre autonomen Busse als physische Verkörperung des Apollo-Programms sehen. Baidu entwickelt seit Jahren eine entsprechende Open-Source-Plattform, und ist nicht daran interessiert, das eigentliche Fahrzeug herzustellen, sondern nur die Software, die es antreibt. Bei Baidu möchte man, dass möglichst viele Unternehmen die Apollo-Plattform nutzen. Wie offen die Chinesen sind, zeigt sich daran, dass sie die (in ihren Augen ) vier wichtigsten Computerplattformen (Nvidia, Intel, NXP und Renesas) unterstützen. Das wecke immer mehr Begehrlichkeiten, wie Baidu mitteilt. Derzeit beteiligen sich 136 Partner an der Apollo-Plattform, alle kämen nach Angaben von Baidu aus der Automobilbranche. Das auch Google als Wettbewerber in diesem Bereich aktiv sei, stört die Chinesen nicht. Die sehen es auch ganz entspannt, dass Google nun prüft eine Rückkehr nach China prüft. Die Suchmaschine Baidu ist die Nr. 1 in China und kam Mitte 2018 auf einen Börsenwert von über 94 Mrd. US$.

Teilen auf: