Solaris bietet unterschiedliche Anti-Corona-Maßnahmen ab Werk und zum Nachrüsten an. Foto: Solaris

Der öffentliche Personennahverkehr war schon immer und bleibt weiterhin eine der sichersten, effektivsten und umweltfreundlichsten Methoden zur Beförderung von Menschen in Städten, so Solaris einleitend zu den hauseigenen Systemlösungen, die vor dem Hintergrund der Coronavirus-Epidemie entwickelt wurden. Die polnischen Busprofis haben jetzt spezielle Lösungspakete im Angebot, die für mehr Sicherheit von Fahrgästen und Fahrern in Bussen sorgen. Wichtig dabei ist, dass sie sowohl in den bereits an Kunden ausgelieferten, als auch in den neuen noch zu bestellenden und zu fertigenden Fahrzeugen eingesetzt werden können. Solaris hat bisher an seine Kunden in 32 Ländern und 750 Städten über 19.000 Fahrzeuge ausgeliefert, wie es in der Pressemitteilung heißt. Die neuen Lösungen wurden mit dem Ziel entwickelt, die Ansteckungsgefahr für Passagiere und Fahrer zu verringern. „Während der akuten Phase der Epidemie in verschiedenen Ländern in Europa und der ganzen Welt haben sich unsere europäischen Kunden an die neuen Bedingungen hervorragend angepasst. Sie führten u. a. vorläufige Lösungen zur Abtrennung des Fahrerarbeitsplatzes vom Fahrgastbereich oder Begrenzungen der Höchstzahl an Fahrgästen ein. Die Fahrzeuge wurden auch vor Beginn jedes Arbeitstages desinfiziert. Nun möchten wir bewährte und nachhaltige Systemlösungen anbieten, die auf Komponenten renommierter europäischer Zulieferer basieren“, so Dr. Ing. Dariusz Michalak, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, zuständig für Forschung und Entwicklung.

Solaris bietet folgende Lösungen an:

  • Berührungsloses Öffnen und Schließen der Türen durch Fahrgäste – die Lösung basiert auf Lichtschranken, die Personen erkennen, die ein- oder aussteigen wollen. Der Fahrer steuert das Öffnen oder Schließen der Türen vom Armaturenbrett aus, die dann automatisch auf und zu gehen, ohne dass die Fahrgäste die Türknöpfe drücken müssen.
  • Desinfektionsmittelspender – möglich ist die Montage von Desinfektionsspendern an Handläufen im Fahrzeuginneren. Nach dem Auffüllen kann ein Desinfektionsmittelspender bis zu 3000 Mal betätigt werden, er ist dabei benutzerfreundlich und verbraucht wenig Energie. Je nach Einrichtung des Businneren können einige Stück davon installiert werden.
  • Interkom – ein Kommunikationssystem ohne direkten Kontakt zwischen Fahrern und Fahrgästen – um den Kontakt des Fahrers mit Fahrgästen auf ein Minimum zu reduzieren, können Busse mit dem Interkom ausgerüstet werden, d. h. einer Sprechanlage zur Sprachkommunikation zwischen Fahrgästen und Fahrern. Mit dessen Hilfe kann die soziale Distanz auch während eines Gesprächs eingehalten werden.
  • Fahrgastzählsysteme – während der Epidemie wurden Betreiber  in vielen Ländern gezwungen, die Anzahl der gleichzeitig in einem öffentlichen Verkehrsmittel beförderten Fahrgäste zu begrenzen. Damit sowohl Fahrer als auch Fahrgäste wissen, wie viele Passagiere sich zum jeweiligen Zeitpunkt an Bord des Busses befinden und wie viele noch zusteigen können, kann der Betreiber ein Fahrgastzählsystem installieren lassen. Ein an der Tür angebrachtes System sammelt automatisch Daten über die Anzahl der Fahrgäste im Fahrzeug und erfasst jeden Ein- und Ausstieg. Die aktuelle Anzahl der Fahrgäste kann dann sowohl auf dem Armaturenbrett des Fahrers wie auch auf den innen und außen angebrachten Informationstafeln angezeigt werden.
  • Geschlossene Fahrerkabinen – um Fahrern, die den ganzen Tag arbeiten, komfortable und sichere Arbeitsbedingungen bieten zu können, hat Solaris Kabinen geschlossenen Typs entwickelt. Sie verfügen über eigene Lüftungs- und Klimaanlagen, die den Luftaustausch mit dem Fahrgastbereich begrenzen. Ein Busfahrer kann auch seinen eigenen Ein- und Ausgang zur Verfügung haben, um den direkten Kontakt zwischen ihm und Fahrgästen zu minimieren.

„Alle der von uns vorgeschlagenen Lösungen sind bereits ausgereift und unter realen Betriebsbedingungen im städtischen Straßenverkehr getestet worden. Wegen der unterschiedlichen Fahrzeugmodelle wird natürlich jede Kundenanfrage in Hinsicht auf technische Möglichkeiten individuell überprüft und behandelt. Auf allen Märkten, an die wir unsere Produkte ausliefern, ist der Service-Kundenberater die Informationsquelle in dieser Hinsicht. Wir freuen uns sehr, unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können, was die besten Lösungen für sie und Unterstützung bei der Gewährleistung von noch mehr Sicherheit an Bord unserer Busse anbelangt, sowohl der neu gefertigten als auch derjenigen, die bereits im Linieneinsatz sind“, sagt Petros Spinaris, stellvertretender Vorstandsvorsitzender für Vertrieb, Marketing und Customer Service. Neben den oben genannten Lösungen bereitete das Unternehmen Solaris für seine Kunden auch detaillierte Empfehlungen bezüglich der Nutzung und Wartung von Lüftungs- und Klimaanlagen in Bussen vor. Sie beziehen sich u. a. auf die Häufigkeit und die Art und Weise, wie diese Anlagen gereinigt oder desinfiziert werden sollen bzw. welche Filter eingesetzt werden und wie sie ausgetauscht werden sollen. Diese Richtlinien tragen zu mehr Sicherheit von Fahrgästen bei und reduzieren das Infektionsrisiko auf ein Minimum. „Die Solaris-Vorschläge für Anti-Corona-Maßnahmen helfen das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Dank ihnen bleiben die öffentlichen Verkehrsmittel auch während der Epidemie sicher. Man könnte sogar behaupten, dank den genannten Lösungen sind sie sicherer als viele andere geschlossene öffentliche oder private Räume, wo solche Präventionsmaßnahmen nicht eingesetzt werden. Zusammen mit unseren Kunden, d. h. Betreibern des öffentlichen Verkehrs bieten wir Fahrgästen Lösungen an, die für Fahrkomfort und -sicherheit in Städten sorgen, auch in diesen schwierigen Zeiten, die wir aktuell erleben. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie hervorragend unsere Kunden die aktuellen Herausforderungen meistern und auf welche verantwortungsvolle und sichere Art und Weise Fahrgäste öffentliche Verkehrsmittel nutzen”, sagte Javier Calleja, CEO von Solaris. (Solaris/PM/Schreiber)

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